Das 1:1 zwischen dem FC St. Pauli und Borussia Mönchengladbach war gerade erst ein paar Minuten alt, die Spieler gaben Interviews in der sogenannten „Mixed Zone“, als es in den Katakomben des Hamburger Stadions plötzlich hektisch wurde.

Zwei Helfer trugen Nathan Ngoumou (25), der nicht mehr selbst gehen konnte und ein schmerzverzerrtes Gesicht hatte, im Eiltempo in die Mannschaftskabine.

Was war passiert? Nach jedem Bundesliga-Spiel müssen noch die Profis, die gar nicht gespielt haben oder nur wenige Einsatzminuten bekamen, unter Anleitung der Gladbacher Co-Trainer Läufe im Stadion absolvieren. Dabei verletzte sich Ngoumou, der erst nach 86 Minuten für den erschöpften Robin Hack (26) eingewechselt worden war.

In den letzten Minuten hatte der gebürtige Franzose, der mittlerweile für die Nationalmannschaft Kameruns spielt noch achtmal den Ball und er absolvierte drei Zweikämpfe (von denen er einen gewann).

Verdacht auf Achillessehnen-Riss bei Ngoumou!

Manager Roland Virkus (58) mit dem ersten Statement: „Es ist bei den ganz normalen Kompensationsläufen, die die Jungs gemacht haben, passiert. Jetzt muss man abwarten.“

Und auf die Nachfrage, ob es etwas Muskuläres ist, bestätigte der Manager: „Nein, es ist etwas mit der Achillessehne.“

Ein Riss der Achillessehne würde natürlich das Saison-Aus für Ngoumou bedeuten – was Borussia in den letzten sechs Spielen im Kampf um einen Platz für die Europa-Rückkehr gar nicht gebrauchen könnte.

Virkus: „Jetzt entscheidet sich, ob du die komplette Truppe zusammen hast. Da fehlen natürlich schon wichtige Spieler. Wir haben nie geheult. Aber wenn das jetzt auch noch passieren sollte, dann ist das schlecht.“

Es wäre auch so bitter für Ngoumou, der sich während der langen Verletzungs-Pause von Franck Honorat (28) in der Bundesliga in den Vordergrund gespielt hatte.

In der Länderspiel-Pause hatte er zuletzt auch seine beiden ersten Länderspiele für Kamerun absolviert. Ein Achillessehnen-Riss würde ihn nun weit zurückwerfen …

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