Unglaublich – 7. Sieg im 7. WM-Sieg!

Es ist geschafft. Nach 17 Jahren Wartezeit steht endlich wieder eine deutsche Frauen-Handball-Nationalmannschaft in einem Halbfinale einer großen internationalen Meisterschaft. Bei der Heim-WM bezwingen die DHB-Frauen in Dortmund vor 10.522 Fans in der ausverkauften Westfalenhalle den Ex-Weltmeister Brasilien mit 30:23 (17:11).

Team-Managerin Anja Althaus (43) knuddelt jede einzelne Spielerin ab und jubelt: „Ich habe Dauergänsehaut. Ich bin total geflasht und fasziniert von dieser Mannschaft. Meinen größten Respekt.“

Das Halbfinale steigt jetzt am 12. Dezember (17.45 Uhr/ARD) in Rotterdam in der Ahoy-Arena. Gegner wird der Sieger aus der Partie Frankreich gegen Dänemark.

Ungewöhnliche Einheit: WM-Frauen machen sich mit Kult-Spielzeug warm

Quelle: BILD

Schon vor dem Spiel Gänsehaut pur. In der Halle wird der WM-Song von 2007 (die Höhner) eingespielt: „Wenn nicht jetzt, wann dann“. Und die Mannschaft von Bundestrainer Markus Gaugisch (52) nimmt ihr Glück in die Hand. Ins erste Spiel im Free-TV geht Deutschland mit viel Selbstbewusstsein aus 6 WM-Siegen in Folge.

Unter den Augen von Männer-Bundestrainer Alfred Gislason (66, brachte schon zum Turnierstart in Stuttgart Glück), BVB-Fußball-Boss Hans-Joachim Watzke (66) und zahlreichen Handball-Promis kommen die deutschen Frauen gut ins Spiel, führen nach 12 Minuten schon mit fünf Toren. Auf dem Parkett ein spannendes Privat-Duell: Viola Leuchter (21) gegen Brasilien-Star Bruna de Paula. Beide treffen in den ersten 15 Minuten viermal.

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Aber Leuchter hat ein tolles Team um sich. Alle tauen danach auf, trotz einiger Fehlpässe und fünf Fahrkarten am Stück (17. bis 23. Minute) erspielen sich die DHB-Frauen zur Halbzeit einen 16:11-Vorsprung. Brasiliens Super-Mama, die 44-jährige Ex-Welthandballerin Alexandra do Nascimento, spielt keine große Rolle. Trifft nur einmal.

Gislason in der Halbzeit beim ZDF: „Ich finde, die machen das super, spielen ein tolles Turnier. Haben eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Spielerinnen.“

Am Ende machen es die DHB-Frauen noch einmal spannender als gedacht, verspielen zwischen der 42. und 51. Minute den schönen 8-Tore-Vorsprung. Brasilien kommt noch einmal auf 25:22 heran. Mit einer Monsterparade von Torhüterin Katharina Filter (12 Paraden) gegen de Paula (57./29:23) ist der Sieg klar.

Bundestrainer Markus Gaugisch nach dem Spiel im ZDF:[–> „Viele dieser Spielerinnen sind schon durch schwere Stunden gegangen, haben aber nie aufgegeben. Geil, dass sie es geschafft haben. Heute haben wir wieder super verteidigt. Aber es gibt immer noch Möglichkeiten, sich zu steigern.“

Antje Döll:[–> „Ich war mir vor diesem Spiel recht sicher, dass wir gewinnen werden. Das Halbfinale ist für uns eine Erlösung. Egal, wer da jetzt kommt.“

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