Bereits nach 94 Sekunden platzte Bambergs Trainer Anton Gavel der Kragen. Und nahm das schnellste Timeout der Basketball-Saison …
Tabellenführer MLP Academics Heidelberg verliert in der Easycredit Basketball-Bundesliga überraschend gegen den Vierzehnten Bamberg Baskets mit 68:79.
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Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Fehlwurf Ibrahim Watson-Boye (1.), Fehlwurf Filip Stanic, plus zwei Ballverluste von Ronaldo Segu innerhalb von 28 Sekunden. Dazu sind die Bamberger in der Defense nur interessierte Zuschauer. Und nach dem Dreier von Ryan Mikesell zum 7:0 nimmt Gavel nach nur 94 Sekunden das erste Timeout …
Gavel nagelt sein Team zusammen: „Ballverlust nach Ballverlust! Dazu ein einfacher Korb nach dem nächsten! Das kann nicht sein!“ Es folgen ein paar taktische Anweisungen. Und weiter geht’s. Zwei Minuten später endlich die ersten Punkte für Bamberg. Doch Heidelberg spielt es richtig gut weiter, baut die Führung phasenweise auf 13 Punkte aus.
[–>Hauptgrund: Die Zweier (6 für 21) für Bamberg fallen in der ersten Hälfe nicht. Dazu schlampige Angriffe mit acht Ballverlusten in den ersten 20 Minuten. Und trotzdem sind es zur Halbzeit nur vier Zähler Rückstand, weil Heidelberg es auch etwas schleifen lasst.[–>
Doch in der Pause findet Gavel offenbar endlich ein offenes Ohr und sein Team in Person von Kyle Lofton dreht das Spiel: Erste Führung (46:45) in der 26. Minute. Es wird dein Nail-Biter. 63:63, vier Minuten vor Schluss.
Und der Ami ist es auch, der 58 Sekunden vor Schluss mit einem einfach Layup zum 72:67 alles klar macht. Insgesamt ein 11:0-Lauf der Gäste.
Stanic: „Was uns der Coach in der Halbzeit erzählt hat, weiß ich gar nicht mehr“
Bambergs Filip Stanic (6 Punkte, 16 Rebounds) danach am Dyn-Mikro: „Wir sind wirklich nicht gut reingekommen. Was uns der Coach in der Halbzeit erzählt hat, weiß ich gar nicht mehr. Aber am Ende haben wir in der Offense endlich die Würfe getroffen.“
Der Heidelberger Marcel Keßen (12 Punkte/ 10 Rebounds) enttäuscht: „Wir haben immer am Viertelende nachgelassen und unsere Offense war lethargisch. Am Ende hat uns was gefehlt.“
Beste Spieler: Ryan Mikesell (Heidelberg/13 Punkte), Ibi Watson-Boye (Bamberg/18 Punkte).


