Die Erfolge dieser zehn Jahre suchen ihresgleichen ….
Bennet Wiegert (43) feierte bei HBL-Herbstmeister SC Magdeburg am Montag sein zehnjähriges Trainer-Jubiläum.
Zu diesem besonderen Anlass stellte sein Arbeitgeber ein unterhaltsames Youtube-Video mit zahlreichen Gratulanten zusammen. Langjährige Weggefährten und Handball-Größen kommen darin zu Wort.
„Kleine Tore starke Frauen“: Die Höhner dichten Kultsong um
Bundestrainer Alfred Gíslason, unter dem Wiegert beim SCM auflief: „Ich denke, du wirst noch Jahrzehnte weitermachen, aber ich muss auch ehrlich sagen, die zehn Jahre, die du auf dem Buckel hast, waren großartig. Ich bin sehr stolz auf dich und was du alles erreicht hast.“
Löwen-Legende Uwe Gensheimer: „Ich glaube, du kannst es manchmal selbst nicht fassen, wie schnell die Zeit verflogen ist. Du weißt, dass ich allerhöchsten Respekt habe vor dieser Leistung, vor dieser Leidenschaft, die du da reinsteckst. Es ist fast unmöglich, es auf diese Art und Weise mit diesem Pensum über zehn Jahre zu machen. Ich wünsche dir einfach, dass du es noch so lang weiter machst, wie du Spaß hast und den höchsten Erfolg hast, den allerhöchsten Respekt vor mir hast du auf jeden Fall.“
Warme Worte gab’s auch von Trainerkollege und Ex-Mitspieler Gudjon Sigurdson vom VfL Gummersbach: „Du siehst keinen Tag älter aus. Wer hätte gedacht, als wir zusammen gespielt haben hier bei Gummersbach, dass wir zwei Chaoten Trainer in der 1. Bundesliga werden würden – und du sogar wahrscheinlich der beste Trainer unserer Generation. Herzlichen Glückwunsch, Riesenrespekt!“
Musche über Wiegert: „Manchmal macht’s Spaß, manchmal nicht so“
Matthias Musche, Spieler-Urgestein beim SCM, der mit Wiegert so lange zusammenarbeitet wie kaum ein anderer, sagt mit einem Augenzwinkern: „Seit 2011 darf ich dich erleben. Manchmal macht‘s Spaß, manchmal nicht so.“
Neben Gesundheit und Spaß hat Musche noch einen besonderen Wunsch für seinen Coach. Nämlich, dass er ewig im Handball bleibt. „Weil ohne Handball bist du wahrscheinlich unerträglich.“
Marc-Hendrik Schmedt blickte noch einmal auf die Zeit zurück, als er Wiegert zum Cheftrainer beförderte: „Eigentlich ist Fabian van Olphen (damaliger SCM-Profi und Ex-Mitspieler Wiegerts, d. Red.) so ein bisschen mit Schuld, weil der mir gesagt hat, als du noch Youngsters-Trainers warst: ‚Ist doch völlig klar, dass Benno irgendwann Trainer der Bundesligamannschaft wird‘. Dann haben wir zum Glück alle zusammen, und das war ich ja wahrlich nicht nur alleine, die Entscheidung getroffen, dich im Jahr 2015 zum Cheftrainer zu befördern gegen viele Kritiker, die jetzt am Ende sagen: ‚Haben wir von Anfang an gewusst, dass das funktioniert.‘“
Der Rest ist eine reine Erfolgsgeschichte. Deutscher Meister: 2022 und 2024, Pokalsieger: 2016 und 2024, Gewinner der European League 2021, Champions-League-Sieger: 2023 und 2025. Dazu den IHF-Super-Globe 2021, 2022 und 2023. Zehn Titel in zehn Jahren!
Nur ein Rekord fehlt ihm noch: der des dienstältesten Trainers der Liga. Da liegt noch Weltmeister Florian Kehrmann (seit 2014 beim TBV Lemgo Lippe) vor Wiegert.

