Vor dem Champions-League-Achtelfinal-Hinspiel am Mittwoch (18.45 Uhr/Dyn) gegen Bukarest verrät SC Magdeburg-Trainer Bennet Wiegert (43), dass er und der Bukarest-Coach David Davis (48) längst mehr als nur Handball-Kollegen sind. Die beiden haben sich über Jahre hinweg regelmäßig ausgetauscht – auf Augenhöhe.
„Ich kenne David schon relativ lange. Ich habe oft mit ihm telefoniert. Ich weiß, wie seine Sicht auf den Handball ist. Das ist viel spanische Schule, also auch Blockwechsel. Da geht es nicht immer darum, wer performt, sondern er hat eine sehr eigene Philosophie entwickelt, was ich immer toll finde, weil es nicht Mainstream ist. Alles, was nicht unbedingt Mainstream ist, begeistert mich persönlich immer mehr“, erklärt Wiegert.
Und er schwärmt: „Die Gespräche waren unheimlich toll, weil er mir auch einen Blick gegeben hat, während ich ja oft nur die Scheuklappen des SC Magdeburg aufhabe. Über Handball mit einem echten Experten auf Augenhöhe zu philosophieren, macht mir immer besonders Spaß. Gerade wenn du keinen Gegner-Stress oder keine Konkurrenz mit jemandem verspürst, um da irgendwie einen Vorteil draus zu nehmen.“
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Der Kontakt entstand über Plock-Coach Xavi Sabaté (48), mit dem Wiegert ebenfalls seit Jahren in regem Austausch steht. „Ich glaube, das hilft uns Trainern einfach auch über den Tellerrand hinauszugucken und nicht bloß immer nur auf sein Produkt zu schauen“, so Wiegert.
Jetzt geht es für den SC Magdeburg im Champions-League-Achtelfinale gegen genau diesen alten Bekannten – und die Herausforderung ist enorm. „Bukarest hat einen Riesenkader – auch in der Qualität. Das macht es in der Vorbereitung anspruchsvoll. Die müssen wirklich Leute streichen, die mich vielleicht sogar überraschen werden. Die Analyse des Spiels in den 60 Minuten könnte gegen Bukarest wichtiger werden als gegen andere Gegner“, erklärt der SCM-Coach.


