Nach einer Schulterverletzung und zwei Kurzeinsätzen gegen Espanyol (eine Minute) und Levante (19 Minuten) holte Trainer Xabi Alonso (43) den Engländer gegen Atletico zurück in die Startelf. Bellingham auf die Zehn, der bisher so starke Güler auf den rechten Flügel. Ein Plan, der schiefging!
Vercoacht? Real-Trainer Xabi Alonso kassierte eine schmerzhafte Derby-Pleite gegen Atletico
Real wirkte in der Offensive orientierungslos, die so eingespielte Truppe (zuletzt sieben Pflichtspielsiege am Stück) kam nicht ins Rollen. Ohne Frage: Bellinghams Qualitäten sind unbestritten – doch war die Alonso-Entscheidung pro Bellingham in der Startelf zu gewagt?
Fakt ist: Vor dem Derby hatte Real im gegnerischen Drittel im Schnitt 31 Balleroberungen. War die Kugel weg, kam sie schnell wieder zurück. Mit der neu formierten Offensivreihe um Bellingham sank der Wert auf gerade mal elf Ballgewinne. Auch insgesamt war Real weniger aggressiv als zuletzt, eroberte die Kugel nur 40 Mal zurück (59 Eroberungen gegen Levante). Spanische Medien lasten das auch Bellingham an, dem nach seiner Verletzung (63 Ausfalltage) noch die Spielpraxis fehlt.
„Bellingham bringt Xabi in Bedrängnis“, titelt die Madrider Tageszeitung „as“.
Die Kritik kommt nicht ohne Grund. Denn der Engländer (kam im Sommer 2023 für 127 Mio. Euro aus Dortmund) lieferte schwache Zahlen. Nur 43 Ballaktionen – genauso viele (oder wenige) wie Torhüter Courtois! Obendrein spielte Bellingham nur fünf Pässe ins letzte Drittel, leistete sich sieben Ballverluste.
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Trainer Xabi Alonso hält zu seinem Superstar: „Wir brauchen alle, und Jude ist fundamental. Er hat gut trainiert. Wir werden die Entscheidungen analysieren, daraus lernen. Und wir werden diese Niederlage nicht vergessen.“
Chance zur Wiedergutmachung gibt’s für die Blancos schon am Dienstag: Dann geht’s in der Champions League gegen Kasachstan-Klub Qairat Almaty (18.45 Uhr, DAZN und im Liveticker bei SPORT BILD).


