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Die Stimmung um Real Madrid heizt sich weiter auf.

Auch nach dem Alonso-Beben reißen die Negativschlagzeilen über die „Königlichen“ nicht ab, das Pokal-Debakel bei Zweitligisten Albacete lässt den Hausfrieden noch schiefer hängen. Was ist nur los bei Real? Jetzt meldet sich ein Ex-Madrilene zu Wort – und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund.

Real-Blamage gegen Zweitliga-17.: „Wer will sich diesen Zirkus denn antun?“

Quelle: BILD

Ex-Keeper Santiago Cañizares (56), der 1998 mit Real die Champions League gewann, sieht viele Probleme bei seinem ehemaligen Arbeitgeber. Gegenüber dem „Kicker“ kritisiert er die Formschwäche von Leistungsträgern wie Vinicius Jr., Rodrygo und Jude Bellingham und eine fehlende Unterstützung Alonsos auf dem Transfermarkt. Den Knackpunkt in der jüngeren Real-Geschichte sieht der einstige Spanien-Schlussmann (46 Länderspiele) allerdings neben dem Platz.

Santiago Cañizares (hier 48) während eines Legenden-Spiels im März 2019

Santiago Cañizares (hier 48) während eines Legenden-Spiels im März 2019

Foto: Getty Images

Real Madrid: Ballon-d‘Or-Boykott als Knackpunkt?

Cañizares: „Man hat sich Vinicius ausgeliefert an dem Tag 2024, als Perez entschied, keine Delegation zur Ballon-d’Or-Gala nach Paris zu schicken, weil Vinicius nicht gewonnen hatte. Dass Mannschaft und Trainer ausgezeichnet wurden, war Perez egal.“ Damals war der Brasilianer fest davon überzeugt gewesen, den Preis verdient zu haben, am Ende gewann jedoch Manchester Citys Rodri (29). Real, das schon vor der Zeremonie vom Ergebnis Wind bekam, erschien aus Protest nicht zur Preisverleihung – und das, obwohl Coach Carlo Ancelotti (66) als Trainer des Jahres und Real Madrid als Team des Jahres geehrt wurden.

Eine Entscheidung, die Cañizares scharf kritisiert. „Die Außenwirkung war fatal, marketingtechnisch, organisatorisch war dies ein Riesenfehler. Man stellte die Interessen von Vinicius über die des Vereins, das war eine ganz, ganz schlechte Entscheidung. Seitdem ist im Verein der Zusammenhalt nicht wie früher, es gibt mehr Egos, mehr Hahnenkämpfe, mehr Uneinigkeit.“, so der Spanier. Auch die Disziplin habe unter der „verhängnisvollen Entscheidung“ von Klub-Boss Florentino Pérez (78) stark gelitten.

Bayern-Fans dürften Santiago Cañizares (hier 31) aus dem Champions-League-Finale 2001 kennen, als er für Valencia Mehmet Scholls (hier 30) Elfer hielt – am Ende siegten trotzdem die Münchner

Bayern-Fans dürften Santiago Cañizares (hier 31) aus dem Champions-League-Finale 2001 kennen, als er für Valencia Mehmet Scholls (hier 30) Elfer hielt – am Ende siegten trotzdem die Münchner

Foto: AFP via Getty Images

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