Die nächsten Schock-Nachrichten erhielt Trainer Mikel Arteta (43) am vergangenen Wochenende. Seine Verteidiger Gabriel (27/Brasilien) und Calafiori (23/Italien) hatten sich bei ihren Nationalmannschaften verletzt und kehren angeschlagen zum FC Arsenal zurück. Der Unterschied zu den vergangenen Jahren: Der Tabellenführer der Premier League ist jetzt wesentlich breiter aufgestellt, und Arteta kann Ausfälle kompensieren. Nicht jede Verletzung wird zwangsläufig zur Gefahr für die Titel-Ziele.
Sollte ein Abwehrspieler im Top-Spiel der Champions League am Mittwoch gegen den FC Bayern ausfallen, könnte zum Beispiel Piero Hincapié (23) einspringen. Der Verteidiger war erst im Sommer von Bayer Leverkusen gekommen. Ablöse: 60 Millionen Euro.
Arteta hat auf allen Positionen Top-Alternativen im Kader. Deshalb marschiert der Klub aus London in dieser Saison durch die Wettbewerbe: vier Punkte Vorsprung in der Liga auf den Zweiten Manchester City – trotz vieler Verletzungs-Rückschläge. In der Champions League gab es vier Siege in den ersten vier Spielen. Wie für Bundesliga-Spitzenreiter Bayern.
Arsenal siegt die Sorgen weg.
„Ich glaube, dass sie dieses Jahr wirklich gut aufgestellt sind, um alle Probleme zu meistern“, sagte Arsenal-Legende Arsène Wenger (76), der 22 Jahre Trainer bei den Londonern war, kürzlich bei beIn-Sports. Von allen Premier-League-Klubs habe sein Ex-Verein den „komplettesten Kader“. Damit gehört der FC Arsenal in der Königsklasse automatisch zu den Favoriten. Das Spiel gegen Bayern ist die ultimative Standort-Bestimmung.
Arteta hofft, dass er dann einige Offensiv-Stars wieder in den Kader berufen kann, die in den vergangenen Wochen und Monaten ausfielen. Darunter ist der ehemalige Leverkusener Kai Havertz (26). Wegen einer Knieverletzung verpasste er zuletzt auch die WM-Qualifikationsspiele mit der deutschen Nationalelf.
Arsène Wenger wurde mit Arsenal dreimal englischer Meister
Havertz, aber auch Kapitän Martin Ødegaard (26), Rechtsaußen Noni Madueke (23) und Linksaußen Gabriel Martinelli (24) seien „nicht weit weg von der Rückkehr“, sagte Arteta zuletzt. Bei wem es wirklich für einen Einsatz gegen Bayern reicht, ist derzeit noch offen.
Die wahre Stärke der Mannschaft belegte die Siegesserie zuletzt trotz der Ausfälle. Vor dem 2:2 Anfang November gegen Sunderland gab es zehn Pflichtspielsiege in Folge. Spieler wie Bukayo Saka (24), Eberechi Eze (27), der im Sommer für knapp 70 Millionen Euro verpflichtete Viktor Gyökeres (27) und der Belgier Leandro Trossard (30) hielten den Hauptstadt-Klub auf Kurs.
Ob die beste Mannschaft Englands auch gegen die Bayern bestehen kann, wird sich jetzt zeigen.


