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Was für ein Abschied! Handball-Legende Patrick Groetzki (36) macht am Mittwochabend mit den Rhein-Neckar Löwen das letzte Heimspiel seiner Karriere, siegt in der Bundesliga mit 29:28 gegen die TSV Hannover-Burgdorf. Am Sonntag im Spiel beim VfL Gummersbach ist dann endgültig in der HBL Schluss – nach einer großartigen Karriere!

Foto: Dyn

580 Bundesliga-Spiele für die Rhein-Neckar Löwen – wo er 19 Jahre am Stück gespielt hat! Kein Spieler lief häufiger für die Mannheimer auf. Sportlich hinterlässt Groetzki, genannt „Johnny“, eine Mega-Bilanz. Zweimal Meister (2016 und 2017), zweimal Pokalsieger (2018 und 2023), dreimal Supercupsieger (2016, 2017 und 2018) sowie EHF-Pokalsieger. 130 Länderspiele für Deutschland, Olympia-Bronze 2016.

Nach dem letzten Heimspiel in der SAP Arena: Die Mitspieler feiern Groetzki im Kreis. Er umarmt die Gegenspieler. Die Fans feiern ihn, rollen ein Riesen-Trikot mit der Nummer 24 in der Halle aus, feiern ihren Helden lautstark. Er lacht, aber man merkt, dass er immer wieder schlucken muss. Ein sehr emotionaler Abschied. Einigen Zuschauern stehen die Tränen in den Augen.

„Nicht in Worte zu fassen!“: Tränen-Abschied von Handball-Legende

Groetzki bei Dyn: „Es fühlt sich alles surreal an. Das dauert ein paar Tage oder Wochen, bis ich begriffen habe, dass es vorbei ist. Die letzten zwei Wochen bin ich unruhiger geworden. Ein mulmiges Gefühl in mir die letzten Tage. Ich war auch alleine, weil meine Familie im Urlaub war. Das hat sich beruhigt, als sie gestern wieder zurückkamen. Jetzt bin ich froh, dass das Spiel gewonnen wurde. Und freue mich jetzt auf alles, was kommt. Ich werde die Jungs vermissen. Diese Kameradschaft in der Kabine. Die Sorgen des Alltags hinter sich zu lassen. Die Reisen werde ich nicht vermissen.“

Groetzki steigt ab Juli ins Löwen-Management ein. Sein BWL-Studium mit den Schwerpunkten Kommunikation und Marketing schloss er bereits 2024 ab. „Ich habe am 6.7. meinen ersten Arbeitstag. Die Aufgaben sind auch schon relativ klar. Ich habe richtig Lust, den Verein auf eine andere Art und Weise voranzubringen.“ Und fügt lachend hinzu: „Ich habe auch schon meinen ersten Urlaub eingereicht.“

Was für ein Abschiedsabend! Sportlich läuft es übrigens nicht so toll für ihn: kein Tor in der ersten Halbzeit. Nicht mal einen Torwurf. In der zweiten Hälfte gelingt ihm in der 42. Minute sein einziges Tor – zum zwischenzeitlichen 22:19.

Die Nummer 24 auf Groetzkis Rücken setzt sich aus verschiedenen Fotos seiner Karriere zusammen. Löwen-Torwart David Späth: „Ein Leader, Identifikationsfigur, einen, den man nicht wegdenken kann.“

Hannover-Torwart Joel Birlehm, der eng mit Groetzki befreundet ist, nach dem Spiel bei Dyn: „Wir sind sehr, sehr gute Freunde. An vier bis fünf Tagen die Woche telefonieren wir. Ein Riesen-Riesen-Mensch! Da kriege ich Gänsehaut, wenn ich ihn hier neben mir stehen sehe. Großartiger Sportler, aber ein noch größerer Mensch. Es gibt keine Rhein-Neckar Löwen ohne Patrick Groetzki. Was er dem Verein gegeben hat, ist nicht in Worte zu fassen.“

Groetzki kriegt am 19. Juli noch mal sein großes Abschiedsspiel. Mit vielen Freunden und Wegbegleitern tritt er beim „Final Roar“ mit dem „Team Johnny“ auf eine Auswahl von Mikael Appelgren.

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