Für mich ist das Größte an Olympia die Vielfalt! Doch in Norditalien bekommt der Fan diese nur vor dem TV präsentiert.

Denn die Wege von einer Sportstätte zur nächsten dauern meist zwischen vier und neun Stunden. Bei Spielen wie 2010 in Vancouver und Whistler waren die Wege zumindest machbar. Hier keine Chance! Auch Sportler sehen viele Kollegen nie oder müssen wie Rodel-Olympiasiegerin Julia Taubitz eine Norditalien-Reiseroute nach ihrem Wettkampf entwerfen.

Fans, die mehr als eine Sportart schauen wollen, sind abgehängt. Kaum einer kann sich die Reisen, Unterkünfte und Tickets leisten, die alle mehrere Hundert Euro kosten. So vernünftig die Agenda des IOC zu mehr Nachhaltigkeit und weniger Neubauten ist, es muss doch einen Mittelweg geben. Nicht vier bis fünf Orte, wo am Ende kein echtes Olympia-Gefühl aufkommt, sondern maximal zwei. Leider wird es 2030 in den französischen Alpen nicht besser. Da sind es von Le-Grand-Bornand bis Nizza fast 500 Kilometer.

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