Dortmund – [–>Nico Schlotterbeck (26) machte den BVB-Fans nach dem 2:0 in Stuttgart Hoffnung auf eine baldige Einigung im Vertragspoker. Der Abwehr-Star: „Ich glaube, wir führen jetzt diese Gespräche diese Woche noch weiter, und dann glaube ich, dass es nicht mehr lange dauert, bis ich eine Entscheidung treffe.“ Und: „Ich kann mir vorstellen, hier zu bleiben. Trotzdem müssen alle Gespräche funktionieren. Jetzt hoffen wir, dass wir diese Woche gute führen, und dann schauen wir mal, wie es weitergeht.“
Zwei Details sprechen für Schlotterbeck-Einigung
SPORT BILD weiß: Vor allem zwei Faktoren stimmen den BVB derzeit optimistisch, eine schnelle Schlotterbeck-Zusage zu bekommen! Erstens: Aus dem Markt ist zu hören, dass derzeit noch kein Konkurrent im Werben um den Linksfuß wirklich ernst gemacht hat. Liverpool und Manchester United haben Schlotterbeck zwar unter Beobachtung, sollen aber noch keinen konkreten Vorstoß planen. Gemunkelt wird auch im BVB-Umfeld bereits seit Wochen, dass der Nationalspieler in erster Linie aufgrund von Alternativlosigkeit in Dortmund verlängern könnte.
„Das ist nicht gespielt“: Was Schlotterbecks Muckis über ihn verraten
Zweitens: Schlotterbeck hat längst registriert, dass er mit der Hinhalte-Taktik seinen großen Kredit bei den Fans zu verspielen droht. Dabei soll ihm genau diese emotionale Bindung eigentlich besonders wichtig sein. Auffällig: Nach dem Abpfiff in Stuttgart wippte er kniend vor der Gästekurve deutlich im Takt der BVB-Gesänge mit, war dann der erste BVB-Spieler, der sich erhob und die Mitspieler zum Hüpfen animierte.
Zuvor hatte Schlotterbeck mit seinen Knall-Aussagen über die Verlängerungs-Verhandlungen einen Flächenbrand beim BVB ausgelöst und sich neue Zeit verschafft, um auf das Angebot eines Top-Klubs zu zocken. Unter der Woche folgte das erste persönliche Treffen mit Neu-Sportdirektor und Kehl-Nachfolger Ole Book (40) im Beisein von Sport-Boss Lars Ricken (49) in Dortmund (BILD berichtete).
Wie geht es jetzt weiter? Wie bereits von ihm angekündigt, sollen in den kommenden Tagen und Wochen die Gespräche zwischen Spielerseite und Klub-Verantwortlichen intensiviert werden. Vergangene Woche hatten sich Ricken und Book ohne Berater mit Schlotterbeck zusammengesetzt. Book bestätigte dazu: „Wir hatten noch nicht viele Gespräche, wir haben telefoniert und wir haben uns die Woche intensiv zusammengesetzt. Lars, Nico und ich. Aber viel mehr ist das bisher noch nicht passiert.“ Vorgesprochen waren mit Ex-Sportdirektor Sebastian Kehl (46) bislang die folgenden Vertrags-Parameter: Laufzeit bis 2031, Gehaltserhöhung auf bis zu 14 Mio. Euro, Ausstiegsklausel ab 2027 in Höhe von rund 60 Mio. Euro. Neu diskutiert werden könnte eine Gültigkeit der Ausstiegsklausel bereits rund um die WM im kommenden Sommer (BILD berichtete).
Die große Frage nun: Sind die neuesten Schlotterbeck-Aussagen wirklich eine verlässliche Tendenz oder nur die nächste taktische Maßnahme mit dem Ziel, vorerst Ruhe reinzubringen?

