Planegg – [–>Wechsel auf der Trainerbank bei den deutschen Skispringern. Andreas Mitter (44) übernimmt das Amt des Bundestrainers und folgt auf Stefan Horngacher (56), dessen Amtszeit mit dem Saisonfinale am vergangenen Sonntag in Planica endete.
Der 44-Jährige arbeitete drei Jahre lang als Assistent und ist mit dem Team bestens vertraut. Zuvor sammelte Mitter Erfahrungen als Cheftrainer in Finnland und beim österreichischen Skiverband.
Sportdirektor Horst Hüttel begründete die Entscheidung: Mitter kenne „das System Skisprung in Deutschland in all seinen Facetten“. Hüttel zeigte sich überzeugt: „Wir vertrauen darauf, dass Andreas mit seiner Expertise und seinem hohen Engagement notwendige neue Impulse setzen kann.“
Mitter will frischen Wind bringen
Der neue Bundestrainer hat klare Vorstellungen für seine Arbeit. „Zusammen mit meinen Trainerkollegen wollen wir neue Impulse in der Trainingsarbeit setzen, um das Potenzial der Mannschaft bestmöglich zu entwickeln“, erklärte Mitter.
Auch aus dem Team kommt Zustimmung zur Personalentscheidung. Leistungsträger Karl Geiger äußerte sich positiv: „Ich bin zufrieden mit der Wahl.“ Der Skisprung-Star zeigte sich optimistisch: „Ich glaube, dass das funktionieren wird. Das wird eine gute Sache.“
Horngacher warnt vor großer Aufgabe
Der scheidende Bundestrainer Stefan Horngacher skizzierte die Aufgaben für seinen Nachfolger: „Die größte Herausforderung wird sein, die älteren und arrivierten Sportler wieder nach vorne zu bringen.“ Er betonte die Schwierigkeit des Übergangs: „Und es geht darum, die richtige Mischung zu finden. Man muss junge Sportler im richtigen Maß ins Team einbauen und darauf vorbereiten, irgendwann die Wachablösung herbeizuführen. Noch sind die jüngeren Sportler nicht in der Lage, ganz vorne mitzuspringen.“
Mitter steht damit vor der anspruchsvollen Aufgabe, das deutsche Skisprung-Team zurück an die Weltspitze zu führen und gleichzeitig den Nachwuchs aufzubauen.
