Bergsteiger-Legende Reinhold Messner (80) bangt um die am Montag verunglückte Laura Dahlmeier (31).

Die ehemalige Biathletin wurde am Laila Peak (6.069 Meter) in rund 5.700 Metern Höhe von einem Steinschlag getroffen. Bislang konnte ihr nicht geholfen werden, am Dienstag wurde die Suche aufgrund von Dunkelheit eingestellt.

Reinhold Messner (80), der 1978 zusammen mit Peter Habeler (83) als erster Mensch den Mount Everest ohne künstlichen Sauerstoff bestieg, kennt die Region gut.

Er sagt zu BILD: „Ich habe den Berg Laila Peak im Kopf. Ich bin vorbeigegangen, aber habe ihn nicht bestiegen. Das ist ein faszinierender Gipfel, obwohl er nur ein angelehnter kleiner Gipfel ist. Er gehört zu den schönsten Bergen der Welt. Er ist sehr, sehr steil und schwierig. Aber trotzdem hätte Frau Dahlmeier – soweit ich ihre Biografie kenne – ohne Weiteres die Fähigkeit, diesen Berg auch über eine schwierige Route zu besteigen.“

Spektakuläres Video von 2021: Extremsportler bezwingt Unfall-Berg von Dahlmeier

Quelle: BILD/YouTube/Twitter

Und weiter: „Das Karakorum ist ein Gebirge, das an der rechten Seite des Indus-Flusses liegt. Der Indus trennt den Himalaja vom Karakorum. Im Grunde ist das nur eine von Geographen entschiedene Teilung. Das Ganze ist ein Gebirge, wenn man so will. Diese Berge haben eine Faszination, weil sie hoch sind und weil sie in die sogenannte Todeszone hineinreichen. Wobei der Laila-Berg dazu zu klein ist. Aber es gibt neben den großen, berühmten Bergen wie K2 und Nanga Parbat kleinere, niedere Gipfel, die in ihrer Ausstrahlung schöner sind. Teilweise sind die schwieriger zu besteigen, weil sie steiler und gefährlicher sind.“

Was sorgte für den Steinschlag, der zu Dahlmeiers Unfall führte?

Messner: „Durch die globale Erwärmung haben wir mehr Steinschlag als früher. Aber zum Unfall selber kann ich mich nicht äußern, weil wir noch nicht wissen, was passiert ist. Wir können nur hoffen, dass der Hubschrauber fliegt oder dass Bergsteiger es schaffen, zu Dahlmeier hinzukommen.“

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