Dass ausgerechnet ER bei Bayerns 3:0-Hinspiel-Sieg im Champions-League-Achtelfinale gegen Bayer Leverkusen einer der stärksten Spieler und für das Rückspiel (Dienstag 21 Uhr, live bei Prime Video und bei SPORT BILD im Ticker) einer der Hoffnungsträger sein würde – damit hatte vor wenigen Wochen noch kaum einer gerechnet.

Leon Goretzka (30) war vor der Saison von der Klubführung signalisiert worden, dass er unter Trainer Vincent Kompany keine großen Einsatzchancen habe, sich einen neuen Klub suchen könne. In der Hinrunde stand er nur in fünf Bundesliga-Partien sowie in zwei Champions-League-Matches in der Startelf.

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Quelle: BILD/Instagram

Zuletzt allerdings hat er sich in die Stammformation zurückgekämpft, traf in Stuttgart. Für einen ist das Goretzka-Comeback eine besondere Genugtuung: Rekordnationalspieler Lothar Matthäus (63)!

In seiner Sky-Kolumne schreibt er: „Ich habe die Kritik an Goretzka nie verstanden und war immer auf seiner Seite. Ich habe schon häufig gesagt, dass er der Bundesligaspieler ist, der mir am nächsten kommt. Ich verfolge Leon seit zehn Jahren und er hat mich damals schon an den jungen Lothar erinnert. Box-to-box zu spielen, war auch immer mein Auftrag über die gesamte Karriere hinweg.“

Die Kritik am 57-maligen Nationalspieler empfand er als ungerecht, ebenso den Umgang mit Goretzka auch innerhalb des FC Bayern: „Ich freue mich für ihn, und als Bayern-Fan kann man stolz auf Goretzka sein. Er wurde öffentlich abgeschoben, aber er hat weitergekämpft und sich durchgebissen. Das zeigt nicht nur, was er für ein Fußballer ist, sondern auch, was er für ein Mensch ist, welche Mentalität er mitbringt. Er hat jedem gezeigt, was für ein wichtiger Spieler er für Bayern sein kann. Nicht nur in dieser Saison, auch in der Zukunft.“

Auch am Dienstag in Leverkusen?

Für Matthäus ist das deutsche Achtelfinal-Duell trotz des klaren Bayern-Sieges im Hinspiel noch nicht gelaufen. Er schreibt: „Wenn die Leverkusener ihr dominantes Spiel hinbekommen, sich Chancen wie zuletzt im Bundesligaspiel herausarbeiten – und diese Chancen verwerten – können sie auch ohne Mittelstürmer Tore schießen. Wenn ein früher Treffer fällt oder es nach 60, 70 Minuten 2:0 steht, dann wird in Leverkusen richtig etwas los sein.“

Der Ausfall von Bayer-Spielmacher Florian Wirtz sei natürlich „ein bitterer Schlag“, aber trotzdem werde Trainer Xabi Alonso „nicht klagen, sondern er wird versuchen, eine Lösung zu finden. Er hat schnelle Spieler, und vielleicht wächst einer von ihnen über sich hinaus.“

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