Liverpool behauptet mit 12 Punkten vor Arsenal weiter eine komfortable Führung in der Premier League. Doch das Aus in der Champions League gegen PSG und das verlorene Finale des Carabao Cups hat bei den „Reds“ Spuren hinterlassen. Sie wissen jetzt: Auch eine Gala-Saison kann plötzlich ohne Pokal zu Ende gehen.
In der Liga stehen noch neun Spiele aus. Kein Team hat den Titel jemals mit einem solchen Vorsprung zu diesem Zeitpunkt der Saison noch verspielt. Doch die Stimmung an der Anfield Road ist nicht mehr wie vor ein paar Wochen.
Was Slot daher in seinem neuen Buch über seine Trainer-Reise nach Liverpool schreibt, muss seinen Stars an der Anfield Road als klare Titel-Warnung gelten!
„Ich weiß, wie es läuft“, schreibt der Niederländer. „Wenn man als Trainer oder Spieler keine Trophäen gewinnt, kann das einen Jahrzehnte lang verfolgen.“ Slot zieht einen Vergleich: „Schauen Sie sich die niederländische Mannschaft bei der WM 1974 an. Jeder sah diese WM als das Turnier, bei dem Holland am Ende triumphiert.“ Doch es kam anders …
Um bei den Menschen im Gedächtnis zu bleiben, braucht es Trophäen, sagt Slot. Dafür will er als offensiv denkender Trainer in Erinnerung bleiben. „Solange man weiter angreift, verbessert man die Chancen, als Sieger hervorzugehen. Geht so viele Risiken mit eurer Mannschaft ein wie möglich, denn das bringt am Ende mehr, als wenn man Entscheidungen aus Angst trifft. Ich werde in meinem Leben Spiele verlieren, aber niemals aus einer defensiven Denkweise heraus.“
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Arne Slot: „kein Platz für Angst oder Nervosität“
Slot fügt hinzu: „Ich habe keine Angst, wenn ich heutzutage meine Mannschaft anspreche. Ich bin voll und ganz überzeugt, dass alle meine offensiven Ideen funktionieren werden. Ich habe keinen Platz für Angst oder Nervosität. Ich treffe meine Entscheidungen auf der Grundlage von Logik und dem, was ich sehe.“
Nur in einem Fall könnte sich der Premier-League-Coach etwas nervös fühlen: „Wenn Pep Guardiola im selben Raum wäre und mir über die Schulter schauen würde!“

