Nach der Derbypleite beim ThSV Eisenach (27:31) am Samstagabend zum Auftakt der Daikin Handball-Bundesliga stand Geschäftsführer Karsten Günther mit finsterer Miene auf dem Parkett, musste den Thüringer Jubel ertragen. „Sie haben uns niedergerungen“, sagt Günther.
Das Resultat war ein gerechtes, wie er findet. Und: „Jetzt wissen wir, wo wir stehen und wo wir nachjustieren müssen“, sagt Günther. Der DHfK-Boss macht klar, worum es für Leipzig in dieser Saison geht: „Wir wissen, es wird ein hartes Jahr. Wir gehen mit ähnlichen Ambitionen rein wie der ThSV Eisenach.“
Bedeutet: Kampf um den Klassenerhalt.
Der wird gleich begleitet von Personalsorgen: Moritz Preuss ging angeschlagen in die Partie, sollte eigentlich zu Hause bleiben. „Er hat sich in den Dienst der Mannschaft gestellt“, bemerkt Trainer Raul Alonso.
Und dann verletzte sich auch noch Luka Rogan schwer. Mit dem Verdacht auf Schulterbruch ging es direkt ins Krankenhaus. Am Sonntag gab Günther Entwarnung: „Es ist zum Glück nichts gebrochen.“ Wann Rogan aber wieder trainieren kann, ist völlig offen.
SC DHfK Leipzig: Kommt Justin Kurch aus Eisenach?
BILD weiß: Günther blieb über Nacht in Eisenach, diskutierte lange mit Eisenachs Sportchef Maik Nowak. Etwa auch über einen Transfer von Justin Kurch, der gegen Leipzig nur auf der Tribüne saß? Noch wiegelt Günther ab: „Erstmal drücken wir Rogi die Daumen, dass es nichts Ernstes ist. Aber natürlich sondieren wir parallel den Markt, um für den Ernstfall gewappnet zu sein.
In Eisenach sei er aus einem anderen Grund geblieben: „Ich wollte den Sonntag nutzen, um meiner Familie mal die Wartburg zu zeigen.“ Zumindest von dort hatte er eine schöne Aussicht …


