195.000 Euro! Der goldene Rennanzug von Eisschnelllauf-Star Jutta Leerdam (27) hat bei einer Auktion des holländischen Olympischen Komitees einen Mega-Preis erzielt. In dem Outfit holte sie bei den Winterspielen in Italien Gold über 1.000 Meter und Silber über 500 Meter.
Bis eine Stunde vor Schluss der Versteigerung lag das höchste Gebot noch bei knapp über 9.000 Euro. Dann lieferten sich zwei Bieter ein Kopf-an-Kopf-Rennen – am Ende siegte einer mit der Wahnsinnssumme von 195.000 Euro.
Leerdam sorgte mit Sport-BH für Wirbel
Der Anzug hatte für Aufsehen gesorgt: Nach ihrem Goldlauf öffnete Leerdam den Reißverschluss und zeigte den Sport-BH ihres Sponsors Nike. Da private Werbepartner bei Olympia auf der Wettkampfkleidung verboten sind, löste die Aktion eine Debatte über Marketing und Regelwerk aus.
Marketing-Expertin Frédérique de Laat erklärte gegenüber der holländischen Zeitung „AD“, sie vermute, „dass Leerdam rund 850.000 Euro von Nike kassiert“. Ein viraler Moment mit enormem Werbewert – weit über das aktuelle Auktionsgebot hinaus.
Nicht nur Leerdams Anzug wurde auf der Plattform „MatchWornShirt“ versteigert. Auch die Outfits ihrer Teamkolleginnen und Olympiasiegerinnen Femke Kok (Gold über 500 Meter) sowie Antoinette Rijpma-de Jong (Gold über 1.500 Meter) kamen unter den Hammer. Den Spitzenwert erzielte aber mit Abstand der Anzug der 27-Jährigen, die zu den prägenden Figuren der olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina gehörte – auch wenn oft mehr über ihr Auftreten als über ihre Zeiten gesprochen wurde. Vor Olympia hatte sie mit einem angedeuteten Presseboykott für Diskussionen gesorgt, ebenso war ihre Anreise per Privatjet in großes Thema.
Das Geld geht an die Jugend
Der Erlös der Auktion kommt den Vereinen zugute, in denen die Athleten ihre Karriere begonnen haben. Das holländische Olympische Komitee erklärte: „Durch diese Auktion geben die Athletinnen und Athleten etwas zurück an die Orte, an denen ihre sportliche Reise begann, unterstützen die Förderung neuer Talente und investieren in die niederländischen Sportheldinnen und Sporthelden von morgen.“
