Finnland ist Eishockey-Weltmeister 2026!
Die Nordeuropäer gewinnen das WM-Finale gegen Gastgeber Schweiz nach Verlängerung mit 1:0 und holen damit ihren fünften Weltmeistertitel. Matchwinner ist Helenius, der in der Overtime mit einer starken Einzelaktion die Entscheidung erzielt.
Für die Schweiz platzt dagegen erneut der Traum vom ersten WM-Titel. Die Eidgenossen verlieren bereits ihr sechstes WM-Finale, zum dritten Mal in Folge scheitern sie erst im Endspiel.
Finnland dominiert zunächst
In der ausverkauften SwissLife Arena von Zürich erwischen die Finnen den besseren Start. Sie bestimmen zunächst das Spiel und erzielen in der 15. Minute sogar ein Tor, das nach Videobeweis wegen hohen Stocks aberkannt wird. Eine richtige Entscheidung der Schiedsrichter um den Deutschen André Schrader.
Auch die Zahlen sprechen zunächst klar für Finnland. 15:4 Torschüsse im ersten Drittel. Erst gegen Ende des Abschnitts kommen die Schweizer besser ins Spiel und setzen sich häufiger im gegnerischen Drittel fest. Dazu kassieren die Finnen gleich zwei Zeitstrafen. Nino Niederreiter sagt am ProSieben Mikrofon: „Wir müssen cool und geduldig bleiben.“
Schweiz wird stärker
Das doppelte Überzahlspiel zu Beginn des zweiten Drittels können die Gastgeber allerdings nicht nutzen. Trotzdem übernimmt die Schweiz danach immer mehr die Kontrolle.Die Eidgenossen gewinnen nun viele Zweikämpfe und setzen Finnland zunehmend unter Druck. Gleichzeitig bleibt das Finale extrem intensiv und körperbetont.
Beide Teams liefern sich ein hochklassiges WM-Finale mit vielen harten Duellen auf dem Eis. Tore fallen aber weiterhin keine. Wie schon in den vergangenen beiden WM-Endspielen geht es deshalb auch diesmal mit einem 0:0 nach 40 Minuten in die Kabinen.
Drama in der Verlängerung
Auch im Schlussdrittel bleibt das Finale hochspannend. Beide Mannschaften kommen zu Chancen, gleichzeitig rücken die beiden Torhüter immer stärker in den Mittelpunkt.
Der Schweizer Leonardo Genoni rettet mehrfach stark gegen die finnischen Angreifer. Auf der anderen Seite verhindert auch Juha Anunen mit mehreren starken Paraden den Rückstand für Finnland.So geht es nach 60 torlosen Minuten in die Verlängerung.
Dort schlägt Finnland schließlich eiskalt zu. Helenius ist am hohen Slot einen Schritt schneller als sein Gegenspieler und schießt die Finnen mit einer starken Einzelaktion zum WM-Titel.
Für die Schweiz endet das Heimturnier dagegen im Tränenmeer. Diskussionen dürfte anschließend erneut das Overtime Format auslösen. Denn auch im Finale standen in der Verlängerung nur jeweils drei Feldspieler pro Mannschaft auf dem Eis und nicht fünf.

