Ägypten gewinnt bei der Handball-WM in Dänemark, Norwegen und Kroatien gegen Kap Verde 31:24 (14:13) und trifft nun im Viertelfinale auf Ungarn oder Frankreich.

Von wegen ganz easy ab ins WM-Viertelfinale. Wer gedacht hatte, Ägypten fegt Kap Verde im letzten Hauptrundenspiel so einfach vom Parkett, der irrte. Die Jungs vom Inselstaat vor der Nordwestküste Afrikas sind über 40 Minuten lang der große Partycrasher.

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Schade, dass diese tolle Leistung in Zagreb nur ganz wenig Zuschauer sehen. Gegen Argentinien (26:30) waren die Akkus leer und die Köpfe unten, doch gegen Ägypten wächst nicht nur Torhüter Élcio Fernandes (28/spielt in der 2. spanischen Liga) über sich hinaus, sondern das ganze Team ist frisch angezündet.

Partycrasher Kap Verde lässt Ägypten zittern

Leandro Semedo (30/spielt bei Benfica Lissabon): „Wir haben gegen Argentinien so schlecht gespielt, vor allem in der zweiten Halbzeit, da wollten wir es besser machen. Das ist die Weltmeisterschaft, man hat keine Zeit, über die Zukunft oder die Niederlagen nachzudenken. Ägypten ist derzeit eines der Topteams der Welt. Wir wollten unser Bestes geben, um die WM gut abzuschließen.“

Bis zur 37. Minute steht es 17:17 und bei den hochfavorisierten Ägyptern liegen die Nerven blank, sie werfen den Keeper von den Kapverden (nur 480.000 Einwohner auf zehn größeren und dazu noch einigen kleinen Inseln) richtig warm.

In der Phase geht leider Kap Verde etwas die Puste aus, technische Fehler, vergebene Siebenmeter und verballerte Chancen reihen sich aneinander. So zieht Favorit Ägypten dann doch noch auf 23:20 (46.) davon. Von diesem Zwischenspurt erholt sich die Mannschaft nicht mehr. Am Ende gewinnen die Ägypter erwartungsgemäß 31:24.

Für die Kap Verde war die WM trotzdem ein großes Highlight, vor zwei Jahren konnten sie wegen mehreren Corona-Fällen nicht antreten. Ivo Santos (32/Bergischer HC 2. Mannschaft): „Natürlich sind wir limitiert und wissen das. Wir haben keine Spielfelder und Hallen wie in Deutschland. Aber wir waren hier, um Spiele zu gewinnen.“ Gegen Ägypten netzt er einmal ein.

Bester Werfer des Spiels ist der Ägypter Yahia Omar mit 11 Treffern, bei Kap Verde trifft Délcio Pina (6 Tore) am besten.

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