Für das bisher beste Team dieser Weltmeisterschaft ist auch die Schweiz kein Gegner.
Die übermächtigen Dänen gewinnen in Herning souverän 39:28 (18:11) und ziehen vorzeitig (wie davor schon Frankreich) unbesiegt ins Viertelfinale der Handball-WM in Dänemark, Norwegen und Kroatien ein.
Irre – es ist der 33. Sieg bei einer WM in Folge für die Dänen!
Das Ergebnis sieht für die Schweiz zwar auch nicht besser aus, als der Endstand der deutschen Mannschaft gegen Dänemark (30:40). Aber eine Sache machen die Schweizer, trainiert von Ex-Bundesliga-Star Andy Schmid (41), viel besser – sie haben den dänischen Super-Star Mathias Gidsel (25) besser im Griff.
Erste WM-Niederlage: Heftiger Dänen-Dämpfer für unsere Handballer
Schlitzohr Schmid stellt Gidsel nämlich einen „Aufpasser“ auf die Füße, lässt eine Manndeckung gegen den Welthandballer von den Füchsen Berlin spielen. Funktioniert super, der trifft nämlich in der ersten Hälfte nur zwei von vier Versuchen. Ex-Nationalspieler Paul Drux (30) bei Sportdeutschland.TV: „Das finde ich ein sehr interessantes Mittel gegen Gidsel, ihn einfach mal aus dem Spiel zu nehmen.“
Trotzdem schwärmt sein ehemaliger Berliner Kapitän: „Ich finde Mathias hat bei dieser WM noch mal einen Schritt nach vorn gemacht, nicht nur sportlich, sondern wie er mit dem Publikum spielt, wie er es mitnimmt, wie er vorangeht. Er hat die Lücke, die Mikkel Hansen hinterlassen hat, als Sprachrohr und Leader dieses Teams noch mal mehr bei dieser WM an sich gerissen und ausgefüllt.“
Gidsel bei den Füchsen Berlin unverkäuflich
Und deshalb jagen den Linkshänder alle Top-Klubs. Die Gerüchteküche brodelt auch bei dieser WM. Erst spricht ARD-Kommentator Florian Nass (56) davon, dass er gehört hätte, Gidsel hat bei den Füchsen um zwei weitere Jahre verlängert, dann legt im Dyn-Talk „Harzblut“ Weltmeister Mimi Kraus (41) noch einmal nach und bestätigt: „Ich habe das Gleiche gehört.“
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SPORT BILD fragte bei Füchse-Sportchef Stefan Kretzschmar (51) nach: „Dazu gebe ich keinen Kommentar ab.“
Fakt ist: Gidsel hat ohnehin schon einen „Rentenvertrag“ bei den Berlinern, der ohne Ausstiegsklausel noch bis 2028 läuft. Gidsel dazu: „Wenn ich einen Vertrag mache, dann habe ich auch vor, ihn zu erfüllen. Wozu dann ein Klausel?“
Zuletzt betonten Kretzschmar und Füchse-Boss Bob Hanning (56) immer wieder, dass Gidsel unverkäuflich ist, oder ein Millionenbetrag (mindestens drei) gezahlt werden müsste.
Am Ende macht der beste Spieler der Welt doch noch seine sechs Tore und führt Dänemark zum 33. Sieg in Folge. Sein Teamkollege Drux, der wegen einer Knie-Verletzung seine Karriere beenden musste, beeindruckt: „Diese Dänen – wenn es überhaupt eine Mannschaft schafft, können nur die Franzosen sie schlagen.“
Bester Werfer ist diesmal Gidsels Berliner Kollege Lasse Andersson (30) mit acht Treffern. Torhüter Emil Nielsen (27) zeigt unglaubliche 23 Paraden!


