Der große Favorit marschiert auch im zweiten Gruppenspiel der Handball-WM ohne Mühe durch die Partie. Dänemark gewinnt im Jyske Bank Boxen in Herning vor 15.000 Fans gegen Tunesien 32:21 (17:7).
Der Sieg ist schon vor dem Anpfiff nur eine Formsache. Spannend ist eigentlich nur wie hoch gewinnt die Mannschaft von Nikolaj Jacobsen (53). Dabei kann es sich der Dänen-Coach leisten, zwei angeschlagene Spieler zu schonen. Er lässt Thomas Arnoldsen (23/Aalborg) auf der Tribüne und den leicht verletzten Rasmus Lauge (33/Silkeborg).
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Jacobsen erklärt vor der Partie bei TV2: „Rasmus hat eine kleine Muskelverletzung im Bauchbereich, da wollen wir kein Risiko eingehen. Dafür ist Rasmus zu wichtig – auch auf Sicht des weiteren Turniers.“
Und zu Arnoldsen sagt der Trainer: „Er ist etwas schlimmer verletzt, als wir gehofft hatten. Da müssen wir von Tag zu Tag sehen.“ Für ihn rückt Mads Mensah (33/Flensburg) ins Team und Füchse-Star Lasse Andersson (30) darf für Lauge auf die Spielmacher-Position.
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Schon nach 15 Minuten führen die Dänen 10:1. Tunesien ist völlig chancenlos. Nicht nur, weil vorn der Tor-Express rollt, sondern vor allem, weil Torhüter Emil Nielsen (27/Barcelona) in der Anfangsphase eine unglaubliche Paraden-Quote von 82 Prozent hat!
17 Tore der 1. Hälfte kommen aus der Handball-Bundesliga
Unglaublich, schon nach 25 Minuten hat Welthandballer Mathias Gidsel (25) von den Füchsen Berlin acht Tore im Tunesien-Kasten eingeschweißt. Alle 17 Tore der ersten Halbzeit kommen aus der Daikin Handball-Bundesliga. Die Berliner Füchse Gidsel (8) und Lasse Andersson (3) steuern 11 Tore bei, der Rest kommt aus Flensburg von Lukas Jörgensen (1), Niclas Kirkelokke (1), Simon Pytlick (2) und Emil Jakobsen (2).
In der Halle unter den Fans freuen sich die Dänemark-Legenden Mikkel Hansen (37) und Niklas Landin (36/beide nach Olympia zurückgetreten) über das Trainingsspielchen ihrer Ex-Kollegen, auch Jacob Holm (Paris) guckt auf der Tribüne zu. Die Dänen schalten einen Gang runter und wechseln munter durch, nur Gidsel bleibt. Damit sein Kollege Emil Madsen (24/Kiel) auf Halbrechts ran kann, rückt Superstar Gidsel einfach auf die Mitte.
Eurosport-Experte Pascal Hens (44) vermutet am Mikro scherzhaft: „Also ich glaube, Gidsel hat mit seinem Trainer Nikolaj Jacobsen einen Bierdeckel-Vertrag, dass der nur ausgewechselt werden darf, wenn er 10 Tore hat, oder warum kriegt der Junge keine Pause.“ Hens bewundernd: „Der ist auch immer noch heiß und sieht gar nicht erschöpft aus.“
Am Ende macht Gidsel 9 Tore in seinen 50 Spielminuten und wird Player of the Match. Auch die Treffer in der 2. Hälfte kommen alle aus der Bundesliga. Jetzt treffen zu den anderen auch Saugstrup (1/Magdeburg), Madsen (2), Landin (2/beide Kiel), Hansen (4) und Mensah (1/ beide Flensburg). Neben Gidsel ist Pytlick mit insgesamt 5 Treffern zweitbester Werfer.


