In wenigen Tagen treffen die Top-Handball-Nationen bei der WM wieder aufeinander. Doch wer steht eigentlich wo in der Weltrangliste?
Eine offizielle Rangliste des Handball-Weltverbands IHF gibt es gar nicht. Jedenfalls nicht mehr. Denn: Auf der IHF-Homepage ist zwar eine geordnete Tabelle zu finden. Die wird allerdings seit einigen Jahren nicht mehr aktualisiert, seit 2019 auch nicht neu veröffentlicht.
Beim ersten Blick fällt auf, dass Deutschland in der IHF-Liste ganz oben thront. Mit deutlichem Abstand stehen sie vor Russland, dahinter folgt der dreimalige Weltmeister Dänemark. Wieso stehen wir vor der Handball-WM an der Spitze?
Deutschland wurde zuletzt 2007 Weltmeister, 2016 holten wir uns den EM-Titel. Der letzte Triumph liegt damit Jahre zurück und dennoch führt der DHB diese Liste an. Das liegt daran, dass in diese Tabelle nicht nur die Ergebnisse der Männer einfließen, sondern alle. Also auch die der Frauen-Nationalmannschaft, der Junioren- und Jugendmannschaften. Die deutsche U21 wurde unter anderem mit Uscins, Fischer, Späth und Lichtlein 2023 Weltmeister.
Sogar die Bilanzen vom Beachhandball werden mit einbezogen. Und die deutschen Frauen gewannen immerhin 2022 und 2024 Gold bei der Beachhandball-WM …
Wegen dieses Weltranglisten-Wirrwarrs entwickelte der Isländer Ivar Jónsson vor knapp einem Jahr ein weiteres Klassement. In seine Liste flossen eigenen Angaben zufolge mehr als 7000 Spiele und deren Ergebnisse seit 1994. 112 Mannschaften stehen in dieser Liste (Nur Teams mit zehn oder mehr Partien). Und diesmal ist Deutschland nicht mehr ganz oben.
In der Jónsson-Tabelle steht aktuell Olympia-Sieger und Favorit auf den Titel Dänemark an der Spitze, Deutschland liegt auf Platz 5. Nationalspieler Luca Witzke vor der WM 2025: „Wir haben uns, aber auch allen da draußen, gezeigt, dass wir mit den Topteams mithalten können und sie an einem guten Tag schlagen können. Daher können wir bei der WM mit viel Selbstvertrauen starten. Jeder von uns will Erfolge feiern und Medaillen gewinnen.“
