Zweiter WM-Auftritt, zweiter Sieg.

Die deutsche Mannschaft rauscht bei der Handball-WM der Frauen wie erwartet durchs Turnier. In der ausverkauften Porsche-Arena von Stuttgart vor 5527 Fans gewinnt das DHB-Team souverän 38:12 (15:7) gegen Uruguay.

Nächster Auftritt unserer Lady-Kracher ist am Sonntag (18 Uhr/Sporteurope.tv) gegen Serbien. Verlustpunktfrei soll es dann weiter nach Dortmund in die Hauptrunde gehen.

Die Frauen swingen sich beschwingt durchs Spiel, denn direkt nebenan, quasi Wand an Wand, in der Hans-Martin-Schleyer-Halle spielt das Berliner-Duo „SDP“ ihr Konzert und performt dabei ihren neuen Hit „Die wollen nur spielen“ vor 15.000 Fans.

Den Song kennt fast jeder: Schlager-Star stürmt Meister-Kabine

Quelle: BILD

Passt wie die Hand ins Harz. Angezündet von den musikalischen Nachbarn, läuft es auch bei den DHB-Frauen rund.

Das Team geht ohne Emily Vogel (27/ehm. Bölk, spielt in Budapest) ins Spiel. Die Rückraum-Shooterin ist erkältet und wird geschont. Dafür rückt Annika Lott (25/Brest) in die Mannschaft. Sie fehlte zuletzt mit Schulterproblemen.

Bundestrainer Markus Gaugisch (52): „Ich bin sehr froh, dass der Heilungsprozess so gut verlief. Ihr Heimatverein in Frankreich hat uns da sehr unterstützt, sie war sehr fleißig im Reha-Training. Sie gibt unserem Spiel noch mal eine ganz andere Note, ist eine Spielerin für die besonderen Momente.“

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Nach 19 Minuten bekommt Lott (insgesamt 3 Tore) dann auch ihre ersten WM-Minuten und haut nur zwei Minuten später zum 9:4 ihr erstes Tor rein. Auffällig: Die „jungen Wilden“ Nieke Kühne (21) und Nina Engel (22), zusammen im Rückraum mit Lott, machen Spaß. Sie schrauben den Vorsprung kurz vor der Halbzeit auf 9 Tore (15:6) hoch. Nachdem die Handbremse aus den ersten zehn Minuten gelöst ist, zünden die DHB-Frauen ein Feuerwerk und feiern ein Tore-Festival gegen die körperlich und technisch unterlegenen Amateurinnen aus Uruguay.

Co-Trainer Frederick Griesbach (36): „Am Anfang sind wir zu viel Risiko gegangen. Mit ein bisschen weniger Tempo waren wir dann erfolgreicher.“

Schon nach 10 Minuten in der zweiten Halbzeit ist der Arbeitstag für Lott wieder beendet, der Bundestrainer wechselt munter durch, versucht seine ganze Bank (wie schon gegen Island) zu bringen und Lott noch ein wenig zu schonen. Diesmal klappt es – ALLE – 16 Frauen dürfen aufs WM-Parkett.

Beste Torschützinnen sind am Ende die Küken im Team – Nieke Kühne und Nina Engel mit jeweils sieben Treffern, 6-mal trifft Kapitänin Antje Döll (37).

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