Dass Johannes Golla eine stabile Brustmuskulatur hat, sieht jeder, der unseren Kapitän bei der Handball-Weltmeisterschaft spielen sieht. Die sprichwörtliche breite Brust fehlt unserem Kapitän aber noch bei der deutschen Nationalmannschaft.
„Wir müssen breite Brust zeigen, einfach an uns glauben“, fordert der Kreisläufer der SG Flensburg-Handewitt.
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Dass die breite Brust trotz des am Ende souveränen Viertelfinaleinzugs, der schon vor dem letzten Hauptrundenspiel am Samstagabend (20.30 Uhr/ZDF) gegen Tunesien feststeht, noch nicht so da ist, ärgert den deutschen Vorzeigehandballer.
Golla weiter: „Es war sicherlich bis jetzt kein perfektes Turnier von uns. Aber trotzdem können wir alle sehr, sehr gut Handball spielen. Und das darf man sich bei allem Negativen, was wir auch mit Selbstkritik analysieren, nicht vergessen. Und dass es auch Riesenspaß machen kann, in so einer Halle zu spielen und Spaß machen muss, das darf man auch nicht vergessen.“
Nach dem 34:27-Erfolg gegen Italien ist die abschließende Hauptrunden-Partie gegen Tunesien für den weiteren Turnierverlauf nicht relevant. Selbst eine Niederlage könnte am Viertelfinale (29. Januar in Oslo) nicht ruckeln.
Handball-WM: Johannes Golla fordert mehr Vertrauen in die eigene Stärke beim DHB-Team
Der erste Schritt bei der WM ist mit dem Umzug nach Norwegen gemacht. „Ich hoffe, dass im Viertelfinale einiges abfällt und die Leichtigkeit zurückkommt“, erklärte Sportvorstand Ingo Meckes (48) in Silkeborg.
Auch sein Kapitän setzt darauf, dass das DHB-Team ohne die Last, das Viertelfinale erreichen zu müssen, jetzt wachsen und sich am Erfolg erfreuen und aufrichten. Mehr noch!
„Es ist schade, dass wir uns manchmal selbst kleiner machen, als wir sind“, erklärt der 27-Jährige auf Nachfrage von SPORT BILD. „Die Italiener spielen super, haben einen Flow, aber trotzdem müssen wir den Anspruch haben, die Partie auch in der Deutlichkeit zu gewinnen. Deswegen muss man auch manchmal an uns selbst appellieren und das auch ansprechen, dass wir auch eine gute Handball-Mannschaft sind.“
Gegen Italien war es zumindest ein Schritt in die richtige Richtung. Der nächste soll gegen Tunesien folgen, um dann im Viertelfinale mit breiter Brust befreit aufspielen zu können.
Nochmal Golla: „Wir dürfen nicht verkrampfen, sondern sollten es genießen, eine Handball-Weltmeisterschaft zu spielen. Und das haben wir immer noch ein bisschen zu wenig gemacht.“


