Die Gerüchte über einen möglichen Mega-Transfer sind seit Samstagabend keine Spekulationen mehr. Flensburgs Sportchef Ljubomir Vranjes (52) hat es am Rande der Partie der Rhein-Neckar Löwen gegen die SG Flensburg-Handewitt im Halbzeit-Interview bei Dyn offiziell bestätigt. Die SG will Linkshänder Francisco „Kiko“ Costa (21) von Sporting Lissabon in die Daikin Handball-Bundesliga holen. Und nicht nur ihn.
Portugals Top-Spieler kurz vor Flensburg
SG-Macher Vranjes: „Wir haben natürlich ein großes Interesse, das kann ich bestätigen. Wir versuchen, Kiko Costa zu verpflichten.“ Die Rede ist von einer Ablöse knapp unter einer Million Euro, verbunden mit einem Vertrag ab spätestens 2027. Vranjes’ Geständnis sorgt dafür, dass Flensburg Nationalspieler Renars Uscins (23) mehr oder weniger verprellt hat. Die Tendenz von Uscins ist nun: Entweder bei der TSV Hannover-Burgdorf vorzeitig verlängern oder mit namhaften Klubs aus dem Ausland (Hauptrolle Frankreich, Nebenrolle Polen) über einen Vertrag ab 2027 verhandeln.
„Kiko“ Costa zählt aktuell weltweit zu den besten Rückraum-Linkshändern. Sein Bruder Martim Costa (23) ist Rechtshänder, er spielt wie „Kiko“ im Rückraum von Sporting Lissabon und in den Flensburger Planungen ebenfalls eine große Rolle. Denn auf Sicht muss die SG ihren aktuell häufig angeschlagenen Dänen-Star Simon Pytlick ersetzen, der Däne geht entweder diesen Sommer für rund eine Million Euro oder im Sommer 2027 für eine festgeschriebene Ablöse zu den Füchsen Berlin.
Zuletzt tauchten in der Handball-Szene sogar Gerüchte auf, Flensburg wolle nicht nur zwei, sondern alle drei Costas verpflichten. Die Rückraum-Brüder Francisco und Martim, sowie ihren Trainer-Vater Ricardo Costa (49). Inzwischen gibt es nur noch wenig Anhaltspunkte, dass dieser Dreifach-Megadeal noch ein Plan der Flensburger ist. Aber zumindest die große Lust auf Francisco Costa ist ja jetzt von Vranjes offiziell bestätigt worden.
