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Die Alles-oder-Nichts-Phase im europäischen Spitzen-Handball ist eingeläutet. Mit dabei ist auch DHB-Spielmacher Juri Knorr (25). Der Ex-Rhein-Neckar-Löwe musste mit seinem Klub Aalborg im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League bei Sporting Lissabon ran. Und er kann vom Einzug ins Halbfinale träumen. Aalborg ergattert beim Portugal-Spitzenreiter ein Remis – 31:31.

Foto: Dyn

Beide Teams trafen bereits in der Hauptrunde aufeinander, das jeweilige Heimteam gewann. Diese Serie reißt diesmal. Weil die Dänen direkt drin sind in der Partie. Auch Knorr trägt seinen Teil dazu bei. Mit seinem ersten Tor in der 23. Minute trifft er zur 13:11-Führung der Gäste. Zwei Minuten später legt er per Siebenmeter nach und trifft direkt danach nochmal aus dem Spiel. Die stärkste Phase des DHB-Stars in der ersten Halbzeit, der am Ende auf fünf Treffer kommt.

Dass die Knorr-Truppe trotz zwischenzeitlicher Drei-Tore-Führung zur Pause nicht vorne ist, liegt vor allem an Francisco Costa, der in den ersten 30 Minuten gleich sechsmal trifft und mit zwölf Toren insgesamt bester Werfer des Abends wird. Er und sein Bruder Martim werden als Transfer-Doppelpack mit einem Wechsel in die Bundesliga in Verbindung gebracht. Womöglich sogar zusammen mit ihrem Vater Ricardo, der seine Söhne bei Sporting coacht.

Knorr (l.) jubelt mit Teamkollege Juul Lassen über dessen Last-Second-Siebenmeter

Knorr (l.) jubelt mit Teamkollege Buster Juul-Lassen über dessen Last-Second-Siebenmeter

Foto: Instagram/AalborgHaandbold

Punktgewinn in Portugal: Knorr-Klub träumt vom Halbfinale

Und die ziehen nach der Halbzeit nochmal das Tempo an, sind mit vier Treffern (zwei Francisco, zwei Martim) am 6:0-Lauf des portugiesischen Tabellenführers beteiligt. So wird aus einem 16:17-Rückstand binnen Minuten eine 22:17-Führung. Die Entscheidung? Nein! Aalborg kämpft sich eindrucksvoll zurück in die Partie und startet die Aufholjagd. Aus einem 23:28-Rückstand machen die Skandinavier fünf Minuten vor Schluss ein 29:29. Sporting führt zwar mit einem bis wenige Sekunden vor Ende, doch Aalborg hat noch einen Angriff, bekommt den Siebenmeter. Und den verwandelt Buster Juul-Lassen eiskalt mit der Schlusssirene zum 31:31.

Beste Aussichten also für das Rückspiel, das kommende Woche Mittwoch in Dänemark (20.45 Uhr live bei Dyn) steigt. Dann will Knorr sein Team ins Final Four (13./14. Juni in der LANXESS Arena in Köln) führen.

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