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Was ist beim THW Kiel los? Der Handball-Rekordmeister stolpert auch beim HSG Wetzlar und verliert mit 25:33 (11:16). In der Liga steht nur noch Rang fünf zu Buche, die Champions League ist fast außer Reichweite. Gegen den Abstiegskandidaten Wetzlar ist der THW beinahe chancenlos – und rutscht in eine handfeste Krise!

Foto: BILD

Der THW Kiel geht mit nur einem Sieg aus den letzten fünf Pflichtspielen ins Duell beim Tabellen-Siebzehnten HSG Wetzlar. Zuletzt hagelte es Enttäuschungen beim Rekordmeister: In den letzten beiden Heimspielen reichte es jeweils nur zum Remis gegen die Abstiegskandidaten Eisenach (30:30) und Leipzig (28:28). Auch in der European League verlief das Viertelfinal-Hinspiel gegen Nasice (30:33) am Dienstag schlecht. Handball-Legende und Dyn-Experte Stefan Kretzschmar (53) sagt deshalb vor Spielbeginn bei Dyn: „Der THW ist in der Krise. Das ist ein gefährliches Spiel für die Kieler.“ Wetzlars Josip Simic (25) schlägt ein: „Kiel ist geschwächt. Das müssen wir heute ausnutzen.“ Dazu kommt vor Anpfiff noch eine gute Nachricht für alle HSG-Fans: Rückraumspieler Niklas Theiß (22) verlängert vorzeitig bis 2029 – sein neues Arbeitspapier gilt ligaunabhängig. Der THW muss weiterhin auf die Stammkräfte Elias Skipagøtu (23), Emil Madsen (25) und Eric Johansson (25) verzichten.

Handball-Bundesliga: THW Kiel plagen Personalsorgen

Von Beginn an ist ordentlich Tempo im Spiel. Kiel beginnt besser als zuletzt, verpasst es aber, sich abzusetzen. Wetzlar wittert seine Chance – und führt nach 10 Minuten plötzlich mit drei Toren Vorsprung (6:3)! Der Rekordmeister versucht zwar alles, scheitert aber immer wieder an sich selbst oder am Ex-Kieler Andreas Palicka (39) im Wetzlaer Tor. Mit dem THW feierte der Schwede sechs Deutsche Meisterschaften, hier lässt er seine alte Liebe verzweifeln. Vorne ist Tristan Kirschner (24) eiskalt und netzt alleine im ersten Durchgang sechsmal gegen DHB-Keeper Andi Wolff (35). Nach 12 Minuten ist Kiel bereits sechseinhalb Minuten torlos – und THW-Trainer Filip Jícha (44) verzweifelt: „Das geht nicht, wir kommen überhaupt nicht zurück, Männer.“

Wetzlar überrennt Kiel und überholt Minden

Wahnsinn: Auch nach einer Viertelstunde hat der THW erst drei Tore geworfen (3:10) – im Schnitt eins alle fünf Minuten! Mit einem 16:11 für die HSG geht es in die Kabinen. Wetzlars Tristan Kirschner in der Halbzeit bei Dyn: „Das ist eine perfekte erste Hälfte gegen den THW. Kiel hat Probleme mit dem Tempospiel. Wir müssen genauso weitermachen.“ Und das tut der Abstiegskandidat: Nach dem Seitenwechsel hält die HSG das Tempo hoch und lässt den THW nicht rankommen. Klar: Kiel ist ersatzgeschwächt, doch ist in Wetzlar nicht viel von einer Spitzenmannschaft zu sehen. Der HSG steht hinten sicher und spielt mutig nach vorne. Dazu kommt eine wichtige Torhüterleistung: Sowohl Andreas Palicka, als auch Anadin Suljakovic (27), der gegen Ende das Tor hütet, halten stark. Schlussendlich schlägt Wetzlar den THW mit 33:25 – und Stefan Kretzschmar spottet: „Wer hätte gedacht, dass Wetzlar im Spiel gegen Kiel etwas fürs Torverhältnis macht.“ Die HSG springt durch den Erfolg auf Rang 16 und überholt Minden.

Im Spiel am frühen Abend konnte auch der Bergische HC einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf feiern: Gegen den TSV Hannover-Burgdorf gewann der BHC mit 30:29 und holte seinen ersten Heimsieg 2026.

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