Hinrunden-Finale in der Daikin Handball-Bundesliga. Der SC DHfK Leipzig verliert nach einem Spiel auf Augenhöhe in der Schlussphase gegen Hannover-Burgdorf 30:32 (18:15).

Einer verfolgte das Spiel daheim in Leipzig im Bett. Viggo Kristjansson, der seinen Vertrag in Leipzig auflöst und in der Winterpause für rund 300000 Euro Ablöse zum Bundesliga-Rivalen HC Erlangen wechselt, fing sich einen grippalen Infekt ein und verpasste damit seinen Abschied in Leipzig. Weil der Isländer zudem Fieber hat, verzichtete er auch auf einen Besuch in der Halle.

Handball: Bundesliga-Star verpasst seinen eigenen Abschied

Hinzu kam, dass mit Andri Runarsson ein weiterer Mann im Rückraum mit einem Faserriss ausfällt, den er sich zuletzt beim Sieg in Potsdam zugezogen hatte. Keine guten Aussichten für den SC DHfK, der nur noch 14 Spieler zur Verfügung hat.

Foto: BILD

Hannover mit dem besseren Start vor 6515 Fans (Saisonrekord in Leipzig). Das dritte Tor von Marius Steinhauser bringt das 1:4 (5.). Ein Spiel mit wahnsinnig viel Tempo. Aber auch vielen Fehlern. Leipzig nutzt das, um nach einem Konter und einen Treffer von Staffan Peter 7:5 in Führung zu gehen. Gästetrainer Christian Prokop, der bis 2017 beim SC DHfK arbeitete und hier immer noch Heldenstatus genießt, wird zur ersten Auszeit gezwungen (12.).

Das Spiel wippt hin und her – und die Fans erleben einen kuriosen Treffer. Hannovers Justus Fischer wirft aus der eigenen Hälfte in Richtung leeres Leipziger Tor. Keeper Kristian Saeveras kommt herangestürzt und rettet spektakulär. Der Ball bekommt jedoch Drall und hüpft über die Linie zum 13:12 (22.). Bitter für den Torwart.

Brutales Lemgo-EndeDiese Fußspitze entscheidet das Spiel!

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Quelle: DYN Handball

Mit einem 18:15 geht es in die Pause. Und es dauert in Hälfte zwei 4 Minuten und 15 Sekunden, bis Leipzig wieder trifft und Luca Witzke das 19:18 erzielt. Schöne Szene dann: Witzke trifft Hannovers Torwart Simon Gade. Im Gesicht? Während die Schiris noch über eine Bestrafung beraten, gibt Gade Entwarnung. Alles halb so wild. Witzke umarmt Gade, bedankt sich für die faire Geste. Und es geht ohne Strafe weiter.

Ein Abnutzungskampf auf beiden Seiten. Beim Stand von 28:28 geht es in die letzten zehn Minuten. Mit einem 30:30 in die letzten fünf Minuten. Dann kassiert Leipzigs Kapitän Simon Ernst Rot. Justus Fischer und Renars Uscins treffen zum 30:32. Lukas Binder scheitert mit einem Siebenmeter an Gade. Das wars dann.

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