Es war ein Auftritt, der Ende November für großes Kopfschütteln in der Handball-Szene sorgte.

Bei seiner Rückkehr nach Hamburg war Erlangens Trainer Martin Schwalb (61) ziemlich neben der Spur. Jetzt spricht er ausführlich darüber.

Schwalb begrüßte damals keinen Hamburger mit Handschlag und war auf der anschließenden Pressekonferenz sehr kurz angebunden. Und verließ sie auch vorzeitig.

Er verliert die NervenHandballer trifft Gegner in den Magen

Quelle: DYN

Rund vier Wochen nach dem Handschlag-Eklat sprach Schwalb im Podcast „Erste 7“ nochmals ausführlich über die Situation.

Schwalb: „Wenn ich an Hamburg zurückdenke, ist bei mir haften geblieben, dass wir da sehr unglücklich verloren haben. Es hätte mir sehr gut gefallen, wenn wir da eine Punkteteilung gehabt hätten.“

Mit der Niederlage im Gepäck ging es dann zur Pressekonferenz. Schwalb ehrlich: „Ja, natürlich war das viel zu emotional in der Situation. Normalerweise komme ich aus solchen Situationen raus und kann das steuern. In dem Moment konnte ich das aber nicht. Da waren zu viel Eindrücke.“

Schwalb weiter: „Das soll jetzt keine Ausrede sein, aber das war jetzt halt mal menschlich, blank. Ich finde des jetzt aber auch nicht so dramatisch. Ich habe schon viel schlimmere Sachen erlebt.“

Er bekam dennoch eindeutiges Feedback von Freunden und Bekannten: „Natürlich gab es ein paar Leute, die gesagt haben: ‚Was ist denn mit Dir los?! So kennen wir Dich gar nicht.‘ Man macht ja auch nicht alles richtig im Leben.“

Geläutert: Martin Schwalb

Geläutert: Martin Schwalb

Foto: picture alliance / Sportfoto Zink / Wolfgang Zink

Grund für sein Verhalten: Die Ereignisse im Vorfeld. Erst im Sommer war die Trennung erfolgt, nicht besonders geräuschlos. „Die Situation rund um den HSV hat mich auch nicht kaltgelassen. Das hat mich in den letzten Wochen und Monaten auch sehr beschäftigt. Ich habe mich halt nicht immer gut behandelt gefühlt.“

Teaser-Bild

Foto: BILD

Das musste dann bei der PK raus. Vor allem mit der Niederlage wenige Minuten zuvor im Gepäck: „Ich war halt brutal schlecht gelaunt, also so richtig schlecht gelaunt“, so Schwalb in dem Podcast. „Und habe mich da nicht so toll verhalten. Und dafür habe ich mich auch mehrmals entschuldigt. Aber wenn du Emotionen hast, und der Sport lebt ja von Emotionen, dann gehen die manchmal auch ein bisschen in die falsche Richtung. Ich hatte ja nur schlechte Laune und wollte einfach nur weg.“

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