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Was für ein Spektakel in der Daikin Handball-Bundesliga am Donnerstagabend! Sekunden vor Schluss schafft der VfL Gummersbach den Ausgleich gegen FrischAuf! Göppingen — 29:29! Ein echtes Spitzenspiel – mit einem überragenden Nationalspieler Miro Schluroff. Der DHB-Star macht nach einer frühen Schock-Verletzung am Ende neun Tore – auch den entscheidenden Ausgleichstreffer erzielt er!

Foto: Dyn

Schocker in der 8. Minute: Schluroff wird im Angriff gestoppt – und verletzt sich dabei am Finger! Mit schmerzverzerrtem Gesicht muss er raus. Kommentator Pusch: „Schluroff wird sehr offensiv attackiert. Er hat sich da auch wehgetan am Finger. Von hier oben sieht’s ein bisschen so aus, als wäre da ein Finger kurz draußen gewesen. Uaaah, da will man gar nicht hinschauen.“ Kurze Zeit später sagt er: „Es scheint, als wäre jetzt alles wieder an Ort und Stelle. Da sah nicht so richtig gut aus.“

Schluroff-Show: DHB-Star wirft 9 Tore nach Schock-Verletzung

Der nächste Schreck in der 14. Minute: Göppingens Persson springt in Gegenspieler Ellidi Vidarsson. Der Isländer trägt eine Blut-Wunde an der Nase davon. Kommentator Pusch: „Der hat in der Auszeit die Halle verlassen. Muss offenbar genäht werden. Das sah überhaupt nicht gut aus. Wir wünschen ihm an dieser Stelle gute Besserung.“

Gute Nachricht: Nach rund 20 Minuten Spielzeit ist Schluroff zurück im Spiel, mit dick getaptem Finger – und trifft gleich zum 7:12! Die Gäste liegen schon früh und überraschend so hoch in Führung. Drei Minuten später kommt auch Ellidi Vidarsson zurück in die Halle.

Kuriose Szene schon in der dritten Minute: Gummersbachs Milos Vujovic fängt einen Pass auf Außen ab. Dann will er den Ball anscheinend zu Miro Schluroff passen, der neben ihm steht. Sein Pass macht aber einen Bogen über den Mitspieler, der überrascht die Arme hochhebt. Erik Persson spritzt dazwischen, schnappt sich den Ball und knallt ihn zum ersten Göppinger Tor rein. 1:2! Was war das denn für ein verrückter Fehlpass am eigenen Kreis? Dyn-Kommentator Jarno Pusch: „Ganz ärgerliches Ding! Wen wollte er denn abspielen? Schluroff oder Vidarsson? Ich bin mir da nicht ganz sicher und ich glaube, die Gummersbacher waren sich da auch nicht sicher.“

Dicke Überraschung: Göppingen geht mit 19:12 in die Pause. Doch danach starten die Gummersbacher eine furiose Aufholjagd! Zehn Minuten vor Ende sind die Gastgeber auf 24:25 dran. Mega-Spannung! Die Fans in der zum 45. Mal in Folge ausverkauften Schwalbe-Halle stehen! Ausgerechnet Schluroff macht sechs Sekunden vor Ende den Ausgleichstreffer! Der Höhepunkt der Schluroff-Show!

Schluroff nach dem Spiel bei Dyn: „Jeder, der Handball-Verstand hat, weiß, dass das harte Kost war heute. Erste Halbzeit waren wir überhaupt nicht da in der Abwehr. Die Göppinger machen das stark. Zweite Halbzeit provozieren wir viele Fehler. Das ist ein Punkt der Moral! Wir kämpfen am Ende wie die Schweine. Für uns ein gewonnener Punkt.“

Zum Finger sagt er: „Sah nicht so gut aus – optisch. War ausgekugelt, sah zerdrückt aus. Ging dann doch.“

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