Die Füchse Berlin gewinnen nach dem tollen Sieg gegen den SC Magdeburg (33:30) auch in der Königsklasse gegen ein Top-Team. Bezwingen im Achtelfinal-Hinspiel Industria Kielce 33:27 (12:14). Und schaffen so für das Rückspiel in der nächsten Woche eine herausragende Ausgangsposition.
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Es ist ein Spiel der zwei Halbzeiten: In der ersten treffen die Füchse fast nichts, in der zweiten Hälfte nehmen sie die Polen in der Schlussphase regelrecht auseinander. Überragender Mann auf dem Parkett Lasse Andersson (31). Der Füchse-Star versenkt von 17 Versuchen gleich 13-mal den Ball im Netz von Kielce.
Andersson-Show lässt Füchse jubeln
Die erste Hälfe läuft überhaupt nicht nach Plan. Ungewöhnlich für den besten Angriff der Daikin Handball-Bundesliga. Der Füchse-Motor stottert vor allem vorn. Zwischendurch liegt die Wurfquote in den ersten 30 Minuten bei unterirdischen 30 Prozent. Gleich 10-mal werfen die Berliner daneben und leisten sich dabei auch noch sieben technische Fehler. Das sind gleich 17 Angriffe ohne Erfolg.
Es ist zum Haareraufen für Trainer Jaron Siewert (31) und kaum zum Aushalten an der Bank. Ladehemmung hat das gesamte Team. Vor allem auch Superstar Mathias Gidsel (26). Er trifft erst in der 22. Minute zum ersten Mal. Lasse Andersson (31) hält mit seinen Treffern und Dejan Milosavljev im Kasten mit seinen 13 Paraden die Füchse in dieser Phase im Spiel.
Nach einer quälenden langsamen Aufholjagd gleichen die Füchse in der 40. Minute zum 17:17 aus. Und schaffen nach dem 1:0 (2.) in der 43. Minute die erste Führung (19:18) – na klar durch Lasse Andersson.
Endlich, der Knoten ist geplatzt. Siewert hat sein Team in der Crunch-Time endlich im Sieg-Modus, plötzlich geht fast alles wie von selbst. Jetzt fallen auch die Bälle ins Tor.
Schrecksekunde für Kielce schon nach acht Minuten. Welthandballer Mathias Gidsel trifft beim Reinspringen in den Kreis seinen Gegner Hassan Kaddah (24) mit dem Turnschuh unabsichtlich im Gesicht. Der Ägypter blutet aus dem Mund, scheint einen Zahn verloren zu haben, kann aber später weiterspielen.

Hassan Kaddah (24) blutet nach dem Zusammenstoß mit Mathias Gidsel aus dem Mund
Die Füchse bringt er nicht mehr aus dem Tritt, sie gewinnen am Ende doch souverän 33:27.


