Mit Erfolg: Als erster Deutscher seit Markus Esser (45) im Jahr 2007 übertraf Hummel die 80-Meter-Marke. Mit 81,27 Metern gehört er zur Weltspitze, jagt bei der WM in Tokio ab Montag (Finale: Dienstag) eine Medaille. Die Konkurrenz ist stark, angeführt vom Olympiasieger Ethan Katzberg (23) aus Kanada, dessen Bestleistung bei 84,38 Meter liegt.
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Das nächste Ziel ist klar und steht auf Hummels Kaffeetasse: „Darauf ist eine 85 für die 85 Meter. Aus dieser trinke ich jeden Tag, um diese Marke vor Augen zu haben.“ Der Trend spricht für ihn: Vor zwei Jahren warf er noch fünf Meter kürzer als jetzt. Für die Steigerung gibt es viele Faktoren: Sein Bizeps ist mit 44 Zentimetern Umfang nur einer davon.
Körperlich hat er durch konsequentes Training seine Baustellen behoben: „Ich habe meinen unteren Rücken stabil bekommen, der diesen großen Belastungen standhalten muss“, sagt Hummel. Der Rumpf und die Beine sind der Schlüssel, um die Fliehkräfte bei der Drehung mit dem Hammer halten zu können. Eine Kniebeuge schafft er mit maximal 240 Kilogramm auf der Hantel, beim Kreuzheben sogar 260.
Außerdem hat er die Technik verbessert: Er ist lockerer im Oberkörper, führt den Hammer besser, um mehr Schwung aufzunehmen. Um das richtige Gefühl für die Drehung zu bekommen, setzt Hummel auch auf ungewöhnliche Geräte Marke Eigenbau. Der Hammerwerfer hat zwei Stangen am Körper, an deren Ende Platten montiert sind, die für Luftwiderstand sorgen. Hummel: „Die Idee ist: Ich soll nicht mit dem Oberkörper ziehen, sondern aus den Beinen, aus dem Rumpf.“
Vielleicht braucht er dann auch irgendwann eine neue Tasse mit neuem Aufdruck …

