Nach dem dramatischen EM-Aus nach Elfmeterschießen gegen Deutschland (6:7) kochen bei den Französinnen die Emotionen hoch. Vor allem Abwehrspielerin Selma Bacha (24) findet deutliche Worte – und lässt dabei Fairness vermissen.

„Sie haben nichts geboten, sie haben gut verteidigt, sie waren aggressiv, aber wir haben sie von A bis Z dominiert“, poltert die Französin im TV-Interview. Für Bacha steht fest: „Sie sind qualifiziert. Es tut mir leid, das sagen zu müssen, aber nicht einmal verdient.“ Offen gesteht sie: „Jetzt bin ich eine schlechte Verliererin.“

Auch Sakina Karchaoui (29) ist nach dem bitteren Aus sichtlich getroffen. „Wir sind alle frustriert. Wir können es nicht glauben“, sagt Frankreichs Vize-Kapitänin. Doch sie versucht, den Blick nach vorn zu richten: „Wir müssen alles bewahren, was wir gut gemacht haben, alles, was uns vereint und zusammengebracht hat. Es ist unfair, aber was soll ich sagen?“

Trotz des EM-Schocks zeigt sich Trainer Laurent Bonadei (55) als fairer Sportsmann – und würdigt die Leistung der DFB-Frauen: „Deutschland war heldenhaft. Wir müssen vor dieser deutschen Mannschaft den Hut ziehen.“

Enttäuschung herrscht auch in der Heimat von „Les Bleus“. Die Zeitung „Le Figaro“ beispielsweise schreibt: „Das grausame Ende eines Traums. Und eine herbe Enttäuschung.“

DFB-Sieg war ein echter TV-Kracher

Der Sieg der deutschen Fußball-Frauen am Samstagabend war ein absoluter Quoten-Hit. Erstmals bei der laufenden Europameisterschaft in der Schweiz knackte eine Partie die Zehn-Millionen-Marke. Im Durchschnitt schauten 10,695 Millionen Menschen die Live-Übertragung im ZDF und sorgten nach Angaben des Senders für einen Marktanteil von 52,2 Prozent.

Die EM der Frauen wird für ARD und ZDF immer mehr zum Quotengaranten. Auch die Spiele ohne deutsche Beteiligung sorgen für hohe Reichweiten. Das bisherige Topspiel war Schweden gegen England mit durchschnittlich 4,95 Millionen Zuschauern.

Ekstase im Hotelflur: So wild feierten unsere DFB-Damen ihren Sieg!

Quelle: IG: dfb_frauenteam

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