Zuvor hatte Ehrenpräsident Hoeneß im „Doppelpass“ bei Sport1 von Differenzen bei Transferentscheidungen berichtet und Eberl dabei als „ziemlich empfindlich“ bezeichnet. Im Nachgang relativierte Hoeneß seine Worte und erklärte, er habe Eberl mit seinen klaren Aussagen lediglich helfen wollen.
Eberl dazu: „Wir reden ja von empfindlich. Empfinden heißt fühlen; für etwas bereit sein, zu kämpfen. Wenn du nicht fühlst, nur einen Job machst, wenn man das will, dann ist das sehr kalt.“ Er kritisierte, dass viele Menschen heutzutage „kalt und rücksichtslos“ agierten. „Für mich geht es darum: fühlen. Weil ich das, was ich tue, mit Leidenschaft tue, dafür brenne.“
Fokus auf sportlichen Erfolg
Vor dem anstehenden Bundesliga-Heimspiel gegen den HSV am Samstag (18.30 Uhr, Sky und im Liveticker bei sportbild.de) betonte Eberl erneut, dass er die Debatte nicht weiter thematisieren möchte. „Ich möchte nicht bei Bayern München arbeiten, das ist nicht mein Ziel gewesen. Ich möchte bei Bayern München erfolgreich sein. Das ist das, wofür ich jeden Tag aufstehe. Das ist das, wofür ich jeden Tag kämpfe.“
Persönliche Einblicke in sein Gefühlsleben in den letzten Tagen wollte der 51-Jährige nicht geben, stellte jedoch klar: „Ich musste immer kämpfen in meinem Leben.“
Offen für Austausch mit Hoeneß
Angesprochen auf einen möglichen intensiveren Austausch mit Uli Hoeneß sagte Eberl: „Ich wäre dumm, wenn ich sagen würde, ich würde nicht jeden Tag lernen und auch zuhören, was Menschen für Ratschläge und Gedanken haben.“ Er unterstrich dabei seine Bereitschaft zur Weiterentwicklung: „Alles, was mir hilft, erfolgreich zu sein, das nehme ich natürlich an.“

