Irgendwo hat auch im Fußball eine Freundschaft Grenzen.

Wie „ESPN Brazil“ berichtet, war der FC Bayern vor Saisonbeginn an Abwehrtalent Vitor Reis (19) interessiert. Der brasilianische Juniorennationalspieler war im Januar für 37 Mio. Euro von Palmeiras zu Manchester City gewechselt.

Dass es nicht zu einem Leihgeschäft kam, lag demnach ausgerechnet an Ex-Bayern-Coach Pep Guardiola. Der Spanier hält große Stücke auf Reis, auch wenn er unter Pep bislang nur auf vier Pflichtspieleinsätze kam, zuletzt bei der Fifa-Klub-WM.

Pep-Veto zu Reis-Transfer!

Die Folge: Ein Leihgeschäft mit dem „Ausbildungsklub“ FC Girona, der ebenfalls zur City Group gehört. Dort hat er sich inzwischen zum Stammspieler gemausert und seinen Marktwert auf 30 Mio. Euro hochgeschraubt.

Allerdings steht das einstige Überraschungsteam – Girona spielte letzte Saison noch in der Champions League – aktuell auf dem letzten Platz in Spanien.

Bayern München hatte im Werben um Reis offenbar große Konkurrenz. So machte sich auch der FC Porto Hoffnungen auf eine Leihe.

Für die Bayern hätte angesichts der Probleme in der Defensive ein Transfer des Talents durchaus Sinn gemacht. Aktuell verfügen die Bayern über drei fitte (gelernte) Innenverteidiger, da der Japaner Hiroki Ito in dieser Saison dem Rekordmeister noch gar nicht zur Verfügung stand.

Die Absage an die Bayern darf man durchaus als Wertschätzung für Reis deuten. Klar, in Girona bekommt er mehr Spielpraxis und kann sich auch in schweren Situationen beweisen.

Im Sommer geht es dann zurück nach Manchester. Fraglich ist dann nur, für wie lange. Die Stammkräfte in der Innenverteidigung haben langfristige Verträge.

Viel dürfte vom Fitness-Zustand von Abwehr-Routinier John Stones (31) abhängen. Zuletzt haben die City-Bosse eine Verlängerung auf Eis gelegt, wollen seine Entwicklung abwarten. Kämpft er sich zurück, wird es für Reis schwer.

Aber dann könnte sich vielleicht für die Bayern eine neue Tür öffnen.

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Quelle: BILD

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