Es war der bittere Schlusspunkt einer verrückten 1. Halbzeit. Die ersten 45 Minuten beim verrückten 4:5 im Halbfinal-Hinspiel in der Champions League zwischen Paris Saint-Germain und dem FC Bayern hatten es in sich. Traumtore, Elfmeter, ein Standardtor und eine entscheidende Schiedsrichter-Entscheidung zum Schlusspunkt.
Eigentlich schien es mit 2:2 in die Pause zu gehen, doch durch einen Handelfmeter nahm Paris die Führung mit in die Kabine. Der Unglücksrabe: Alphonso Davies (25). Beim Flankenversuch von Ousmane Dembélé (28) ist seine Hand im Weg. Schiedsrichter Sandro Schärer (37) zeigte nach einer VAR-Überprüfung auf den Punkt.
Doch mit dieser Entscheidung war insbesondere Amazon-Prime-Experte Christoph Kramer (35) nicht zufrieden. Er sieht einen großen Grund. Kramer: „Das Schlimmste im Fußball sind diese Superslomos, da sieht alles so viel schlimmer aus, da flattert die Hand wieder acht Sekunden weg. Im normalen Bild wäre das kein Elfmeter.“
Die Szene sorgt am Tisch für viel Diskussionen. Mats Hummels (37) ergänzt: „Der Ball wird ja vom Oberschenkel abgefälscht und ich dachte immer, dass das dann kein Elfmeter ist.“ Gleichzeitig attestiert der frühere Star-Innenverteidiger: „Er hat die Hand hinter dem Rücken, lass sie da!“ Gemeint ist Davies, der seine Hand zum Leidwesen der Bayern an die Seite nahm.
Kramer: „Für mich ist das kein Elfmeter!“
Schiedsrichter Schärer sah deswegen ein strafwürdiges Handspiel. Ein ganz bitterer Rückschlag für die Bayern kurz vor der Pause. Apropos bitter: Nach der Pause musste Davies, der überhaupt erst überraschend in der Startelf stand, in der Kabine bleiben. Für ihn kam der Österreicher Konrad Laimer auf den Rasen.
Doch Kramer hat einen anderen Feind: „Gegen die Superslomos“ protestiert er immer wieder in der Halbzeit-Analyse, um final festzuhalten: „Für mich ist das kein Elfmeter.“ Problem: Das hilft den Bayern nicht. So rennen die Bayern auch nach der Pause dem Rückstand hinterher. Nach dem 2:5 sieht es fast wie eine Klatsche aus, doch die Bayern zeigen Moral. Am Ende steht ein 4:5, das für das Rückspiel am 6. Mai (21 Uhr, DAZN) noch alle Chancen für die Münchner hält. Trotzdem bleibt der Elfmeter ein großes Gesprächsthema rund um das absolut verrückte Hinspiel.
