So hatte sich Roony Bardghji (20) seine Premieren-Saison beim FC Barcelona nicht vorgestellt. Der schwedische Nationalspieler zeigte sich gegenüber der öffentlich-rechtlichen schwedischen Fernsehgesellschaft Sverige Television unzufrieden mit seiner Spielzeit.
Bardghji: „Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich wenig Spielzeit gehabt. Ich habe Geduld, aber ehrlich gesagt denke ich, dass ich es verdient hätte, mehr zu spielen.“ Außerdem sagt er auf die Frage, wie er sich mit seinem Bankplatz fühlt: „Ich bin nicht hundertprozentig zufrieden, aber so ist Fußball. Ich respektiere diejenigen, die schon lange im Kader sind, sie sind meine Teamkollegen. Ich weiß, was ich kann, und habe ein gesundes Selbstvertrauen.“
Der junge Schwede kam im vergangenen Sommer für eine Ablöse in Höhe von 2,5 Mio. Euro aus Kopenhagen nach Barcelona. Seit dem vergangenen Juli machte er zwar bereits 22 Partien für Barça, siebenmal davon stand er allerdings nur in der Startelf. Im Winter wurde schon spekuliert, ob er den Verein trotz Vertrags bis 2029 verlässt. Ende 2025 erklärte er: „Ich weiß, dass ich geduldig sein muss, ich bin erst seit drei oder vier Monaten in Barcelona und es ist noch zu früh, Entscheidungen zu treffen.“ Er entschied sich, in Barcelona zu bleiben.
In der Liga stand er in dieser Saison gerade einmal 384 Minuten auf dem Platz, in der Supercopa nur 72. Aber: Mit Barcelona gewann er im Januar den spanischen Superpokal gegen Real Madrid (3:2). Die Copa del Rey können sie zwar nach einem 0:4 und 3:0 gegen Atlético Madrid nicht mehr gewinnen, die Liga führen sie aber mit vier Punkten Vorsprung auf Real an.
Unzufrieden in Barcelona, und auch in der Nationalmannschaft kam er nicht zum Einsatz. In der WM-Quali musste Schweden Donnerstag gegen die Ukraine ran, beim 3:1 musste Bardghji allerdings auch komplett zusehen. Am Dienstag (31. März) hat er die nächste Chance, dann spielt Schweden im Finale der Playoffs gegen Polen (20.45 Uhr).
