Zum Auftakt der Heim-EM feierte das DBB-Team im ersten Gruppenspiel in Hamburg ein 89:76 (44:27) gegen Schweden. Aus den Lautsprechern dröhnte der Tote-Hosen-Hit „An Tagen wie diesen“. Und die Spielerinnen liefen zum Abklatschen zu Dirk Nowitzki!
Kurz vor dem ersten Sprungball betrat überraschend der Superstar die Arena in Hamburg! Die Basketball-Legende hatte schon bei den Olympischen Spielen in Paris das Gold-Finale der 3×3-Frauen live verfolgt. Da ließ er sich auch das historische erste EM-Spiel nicht nehmen – und feierte seinen 47. Geburtstag mit 3414 Gästen in der ausverkauften Halle!
Vom DBB bekam Nowitzki erst einen Donut mit bunten Streuseln und dann einen Sieg geschenkt. „Das ganze Team war ein bisschen aufgeregt vor dem Spiel, ihn zu sehen“, sagte WNBA-Star Leonie Fiebich (25/New York Liberty). Senkrechtstarterin Frieda Bühner (21): „Das bedeutet mir total viel. Es ist einfach super besonders, dass so eine Legende einfach kommt und uns unterstützt. Ich hatte einen kleinen Fan-Moment.“
Das Team von Bundestrainerin Lisa Thomaidis (52) erwischte einen Traum-Start und überrollte die Nummer 25 der FIBA-Weltrangliste förmlich: 19:4 nach sieben Minuten!
Vor dem Turnier hatten die Schwestern Satou (27/Phoenix Mercury) & Nyara Sabally (25/NY Liberty) abgesagt. Im ersten Vorbereitungsspiel riss sich dann auch noch Kapitänin Marie Gülich (31) das Kreuzband! Doch das Team steckte die Ausfälle weg. Defensiv stabil und – gemessen daran, dass die aus der WNBA eingeflogenen Stars Fiebich und Luisa Geiselsöder (25/Dallas Stars) nur drei Trainingseinheiten mit dem Team hatten – offensiv solide.
EuroBasket: Start in die Heim-EM: DBB-Frauen schenken Dirk Nowitzki einen Sieg zum Geburtstag
„Eine super Mannschafts-Leistung“, lobte 3×3-Olympiasiegerin Sonja Greinacher (32) im Halbzeit-Interview bei „Magenta Sport“.
Selbst als die Schwedinnen im dritten Viertel mit viel Herz einen Lauf starteten und auf 55:49 rankamen (28.), blieben die deutschen Frauen ruhig. Und arbeiteten sich auch aus einer schwierigen Phase im Schluss-Durchgang (76:69/37.) heraus. So geriet der Sieg nie ernsthaft in Gefahr.
Beste Werferinnen waren Geiselsöder (20 Punkte) und Bühner (18 Punkte). Romy Bär (38) machte ihr 100. Länderspiel.
Ihr Papa ist ein WWE-Star: Rekord-Wurf von Legenden-Tochter
Fiebich: „Man hat gesehen, dass wir gute Runs hatten, aber auch ein paar Tiefs. Es gibt sehr, sehr viele positive Szenen und auch ein paar negative.“
Geiselsöder: „Wir sind aufs Spielfeld gegangen und unser Ziel war, dass wir direkt Energie bringen und von der ersten Minute zeigen, wer Deutschland ist. Am Ende haben wir es als Team geschafft. Jeder hat zu einem bestimmten Moment einen Schritt gemacht. Das zeigt, wie gut wir zusammenstehen.“
Um die K.o.-Runde in Piräus/Griechenland zu erreichen, muss das DBB-Team in der Vierer-Gruppe mindestens Zweiter werden. Freitag (20 Uhr, MagentaSport) wartet mit Favorit Spanien jetzt der dickste Brocken.
► Im ersten Spiel des Abends schlug Spanien England mit 85:70 (48:25).


