Der Deutsche Handballbund (DHB) holte im Jahr 2025 drei Titel im Nachwuchsbereich. EM-Gold für die weibliche U19, jeweils WM-Gold für die männliche U17 und U19. Außer um Edel-Metalle geht es im deutschen Handball aber vor allem um Nachhaltigkeit.
In regelmäßigen Abständen Medaillen zu holen, kann und darf den Verband und die deutschen Vereine nicht zufriedenstellen. Ein Klub aus der Daikin Handball-Bundesliga geht in Sachen Nachwuchsarbeit mit gutem Beispiel voran.
Handball-Klub will Nachwuchs selbst züchten
Seit Sommer gibt es den „TVB Talent Hub“ des TVB Stuttgart. Ein regionales Talentbecken, in dem sich die Jahrgänge 2003 bis 2007 freischwimmen können und sollen.
Stuttgarts Jugend-Koordinator Jens Bürkle, früher Bundesliga-Trainer beim HBW Balingen-Weilstetten und bei der TSV Hannover-Burgdorf, über das Konzept: „Mit dem TVB Talent Hub möchten wir jungen Spielern die Möglichkeit geben, auf höchstem Niveau zu trainieren. Gleichzeitig sollen sie wichtige Spielpraxis in der 3. Liga und bei ihren Heimatvereinen sammeln können.“
Wunschvorstellung wäre eine bundesweite Umsetzung, um Talente regional selbst zu Bundesliga-Profis und im besten Fall zu künftigen Nationalspielern auszubilden. Bürkle: „Dann braucht es auch den Mut, die jungen Spieler auch reinzuwerfen. Am Ende ist es ein Produkt aus Können, Wollen und Dürfen.“
Beispiel TVB Stuttgart: Nachwuchs-Talente wie Linus Schmid und Max Heydecke haben es schon zu Bundesliga-Einsätzen gebracht. Es geht um den Mut zur Konsequenz und darum, Rückschläge auf dem Weg auch hinzunehmen.
Gerade Baden-Württemberg und der Großraum Stuttgart sind für diese Idee prädestiniert. Der TVB, Frisch Auf Göppingen und die Rhein-Neckar Löwen spielen erstklassig, HBW Balingen-Weilstetten, die SG BBM Bietigheim und der HC Oppenweiler/Backnang in der 2. Liga, JANO Filder/TSV Neuhausen ist deutscher Vizemeister bei den U19-Junioren.


