Das ist mal eine Ansage!

Am Donnerstag startet die deutsche Herren-Nationalmannschaft um 20.30 Uhr (live in der ARD und auf Dyn) gegen Österreich in die Handball-Europameisterschaft. Drei Tage vor dem Anwurf wird schon mal verbal scharf geworfen!

Foto: BILD

Beim DHB-Medientag am Montag wird Weltklasse-Torwart Andreas Wolff (34/THW Kiel) deutlich. Er ist kein Fan der österreichischen Spielweise.

Der Schlussmann: „Österreich spielt absoluten Anti-Handball, das möchte auch eigentlich keiner sehen, das ist sehr unattraktiv. Auch für uns Spieler ist das eher eine Geduldsfrage als eine Qualität des Handballspielens.“

Würstchen & Kartoffelsuppe um Mitternacht: Handball-Nationalmannschaft im Winter-Chaos

Sturmtief Elli sorgt für Chaosreise bei Handball-Nationalmannschaft

Quelle: BILD

Hintergrund: Die Österreicher, die von Ex-Berlin-Profi Iker Romero (45) trainiert werden, nehmen im Angriff häufig den Torwart raus. Dafür bringen sie einen siebten Feldspieler und erzeugen gegen sechs Verteidiger eine Überzahl. „Die spielen dann ihren Angriff sehr lange aus“, weiß auch Bundestrainer Alfred Gíslason (66), der ebenfalls kein Freund dieses Mittels ist.

Was bedarf es also beim EM-Auftakt gegen die österreichische Angriffstaktik? Arbeit, Arbeit, Arbeit!

Wolff: „Du musst in der Abwehr wirklich sehr viel arbeiten, du musst sehr darauf achten, dass du einfache Ballgewinne erzielst, um das Sieben gegen Sechs zu bestrafen. Weil die Österreicher eben auch mit sehr viel Leidenschaft und sehr viel Härte auch verteidigen.“

Und weiter: „Sie haben ein bisschen den Bonus, dass sie ein Stück weit noch als Außenseiter gesehen werden und deshalb wird ihnen das ein oder andere Foul auch mal durchgehen gelassen.“

Auf Spielerseite hebt Wolff beim Auftaktgegner seinen Torwart-Gegenüber Constantin Möstl (25/TBV Lemgo) sowie seinen Kieler Teamkollegen Mikola Bilyk (29) und Lukas Hutecek (25/TBV Lemgo) hervor. Die beiden letztgenannten würden das Ösi-Spiel in all seiner „Hässlichkeit leiten“.

Wolffs klare Devise: „Wir müssen uns dadurch beißen und versuchen, die doch letztendlich größere Qualität auch in das Spiel irgendwie einzubringen und dann wie in den Testspielen aus einer starken Defensive zu einfachen Torerfolgen kommen.“

ttn-36