Holt der FC Bayern erstmals seit 2022 den Pott?
Mit 3:2 gewinnen die Münchner das Achtelfinale bei Union Berlin. Dabei helfen die Eisernen ordentlich mit – erzielen zwei Eigentore.
Besonders bitter: Die Berliner hatten sich eigentlich über Standardsituationen Chancen ausgerechnet. Immerhin hatte Bayern fünf seiner letzten acht Gegentore nach Ecken kassiert. Doch es kommt ganz anders. Die Bayern treffen nach Standards – weil Union ins eigene Tor trifft!
12. Minute: Union-Torwart Rönnow taucht unter einer Kimmich-Ecke durch und der Ball springt am zweiten Pfosten vom Oberschenkel des überraschten Ansah ins Tor. Das frühe 0:1.
24. Minute: Wieder Ecke Kimmich, wieder Tor! Diesmal steigt Harry Kane in der Mitte am höchsten und bringt den Ball auf den Union-Kasten. Rothe probiert auf der Linie noch zu klären, aber vergeblich – 0:2.
45.+4: Das nächste Union-Eigentor! Diogo Leite verlängert einen Olise-Freistoß unglücklich per Kopf, wieder jubeln die Bayern – 1:3.
Dabei hatte Union gerade erst neue Hoffnung geschöpft. Erst wird ein Abseitstor von Kane zurückgepfiffen. Dann plötzlich Aufregung und ein Video-Check! Schiri Petersen schaut sich ein vermeintliches Handspiel von Tah zuvor im Bayern-Strafraum noch einmal an – und entscheidet dann auf Elfmeter! Eine knifflige Entscheidung. Leopold Querfeld ist’s egal – er trifft souverän gegen Neuer zum zwischenzeitlichen 1:2 (40.).
Das schafft nur er: Ronaldo schlägt unschlagbaren Roboter
Nach der Pause ein Schreckmoment!
Mittelfeldspieler Aleksandar Pavlović muss 40 Sekunden nach Wiederanpfiff raus, fängt mehrfach an zu humpeln. Wenig später setzt sich der Nationalspieler auf den Rasen, fasst sich an den linken Oberschenkel. Nach schneller Behandlung wird klar, dass es für ihn nicht weitergehen kann. Obwohl er erst seit zwei Jahren fest zu den Profis zählt, war er in dieser Zeit schon häufig verletzt. Zuletzt musste er im August für drei Wochen wegen einer Augenverletzung pausieren.

Aleksandar Pavlovic sitzt auf dem Rasen, wird am Oberschenkel behandelt
Danach schenkt Bayern Union den nächsten Elfer. Kane im Kopfballduell im eigenen Strafraum mit zu viel Ellbogen-Einsatz gegen Leite – wieder Elfer, wieder verwandelt Querfeld (55.). 2:3 – Union wieder dran.
Zu mehr reicht es für den Außenseiter aber nicht. Die Kompany-Elf, bei der Jungstar Lennart Karl anstelle des erkälteten Serge Gnabry erneut in der Startelf steht, bringt die Führung ins Ziel.
Die Bayern stehen damit erstmals seit der Saison 2022/23 wieder im Viertelfinale des DFB-Pokals und bleiben im Rennen um alle drei Titel.

