Die Türken verpflichteten unter anderem Marco Asensio (29) von Paris Saint-Germain, Torhüter Ederson (32) von Manchester City und auf Leihbasis den heiß begehrten Jhon Durán (21) von Saudi-Klub Al-Nassr.
Der Architekt des Erfolgs: Der deutsche Sportdirektor Devin Özek (30)!
Der gebürtige Münchner leitet seit Juli die Transfer-Geschicke des türkischen Klubs. Zuvor arbeitete Özek für Bayer Leverkusen, war unter anderem als Scout und leitender Assistent des Geschäftsführers tätig.
Besonders mit dem kolumbianischen Mittelstürmer Durán gelang Özek ein echter Transfer-Coup.
Jhon Durán (21) konnte von einem Wechsel in die Türkei überzeugt werden
Sportdirektor Özek (30) exklusiv zu SPORT BILD: „Er ist vor wenigen Monaten für über 75 Mio. Euro nach Saudi-Arabien gewechselt, es war eigentlich unmöglich ihn zu bekommen, zumal er Angebote aus der Premier League hatte. Wir wollten ihn leihen, zuerst gab es eine Absage.“
Aber dann hatte der deutsche Sportdirektor eine besondere Idee: „Ich habe den Flieger nach Medellin genommen, in seine Heimat. Dort haben wir eine Woche versucht, seine Familie, seine Berater und ihn zu überzeugen, wir haben nicht lockergelassen. Die Verhandlungen waren nicht einfach. Es war ein wilder Transfer, aber ich bin vom Spieler total überzeugt. (…) Wäre der Deal geplatzt, hätte es Ärger gegeben – und ich hätte meinem Präsidenten den Charterflieger zahlen müssen (lacht) …“
Auch Nélson Semedo (31), Edson Álvarez (27) und Milan Śkriniar (30) fanden den Weg an den Bosporus.

Milan Śkriniar (30) ist Kapitän der slowakischen Nationalmannschaft
Özek: „Ein wichtiger Punkt bei der Kaderplanung war die Führungsstruktur: Wir haben drei neue Spieler im Team, die Kapitäne waren: Semedo bei Wolverhampton, Milan Škriniar war es lange bei Inter Mailand, Edson Alvarez ist Spielführer der mexikanischen Nationalmannschaft. Dazu haben wir mit Ederson einen großen Charakter im Team.“
Auf den brasilianischen Nationaltorwart hält Özek große Stücke: „Ederson ist für mich einer der drei besten Torhüter der Welt. Dass er zu uns kommt, ist für mich ganz besonders. Für uns ging die Möglichkeit auf, dass wir eine Chance haben, ihn zu verpflichten. Diese mussten wir nutzen, auch weil wir im Tor etwas ändern wollten. Wir sind stolz, dass er zu uns gekommen ist, er kann & wird unserer Mannschaft viel geben. Zudem hat er alles gewonnen, diese Titel-Mentalität wollten wir unbedingt bekommen.“
Fenerbahçe steht in der Liga aktuell auf dem 5. Tabellenplatz. Kult-Trainer José Mourinho (62) wurde nach der verpassten Champions-League-Quali entlassen. Dafür treffen die Türken jetzt in der Europa League auf den VfB Stuttgart (23. Oktober).
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Zuletzt wurde VfB-Trainer Sebastian Hoeneß (43) als Kandidat für die Nachfolge gehandelt – Özek und Hoeneß kennen und schätzen sich. Gespräche über eine Verpflichtung gab es aber keine.
Stattdessen gilt aktuell Ex-Schalke-Trainer Domenico Tedesco (39) als größter Favorit auf die Mourinho-Nachfolge.
Das Fazit von Özek: „Das Transferfenster lief gut für uns, wir konnten viele Dinge umsetzen. Wir hatten in manchen Transfers auch das Quäntchen Glück, viele Sachen haben zur richtigen Zeit geklappt. Jetzt müssen wir noch den richtigen Trainer finden, der zu diesem Projekt passt. Dann werden wir eine erfolgreiche Zeit haben.“


