Der erste Advent empfing die deutschen Basketballer am Sonntag auf Zypern mit milden 22 Grad. Die Sonne über Limassol ist für die DBB-Auswahl auch sinnbildlich zu verstehen.
Denn der Start in die Qualifikation für die WM 2027 in Katar glückte dem Welt- und Europameister spielerisch. Beim Comeback von Bundestrainer Alex Mumbrú (46) überrannte das Team die hoch eingeschätzten Israelis am Freitag in Ulm mit 89:69 (50:31)!
„Ich fühle mich wieder wie ein Trainer“, sagte Mumbrú. „Ich bin glücklich, ich bin okay, ich bin bei 100 Prozent.“ Der Spanier hatte nach dem EM-Triumph wegen einer Bauchspeicheldrüsen-Entzündung sechs Wochen im Krankenhaus gelegen und 20 Kilo Gewicht verloren!
Auch ohne die NBA-Stars Dennis Schröder (32/Sacramento Kings), Franz (24) & Moritz Wagner (28) und Tristan da Silva (24/alle Orlando Magic) sowie zahlreiche Euroleague-Akteure zelebrierte das Team zumindest 25 Minuten lang den von Mumbrú installierten Tempo-Basketball. „Das Spielkonzept von Mumbrú ist jetzt keine Raketenwissenschaft“, erklärte Top-Scorer Oscar da Silva (27/19 Punkte) vom FC Bayern Basketball. „Es ist nicht so, dass man sich unendlich in taktischen Details verliert.“
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Darum verzichtet Mumbrú im zweiten Spiel am Montag beim Außenseiter Zypern (18 Uhr, Magenta Sport) auch auf die Europameister da Silva, Justus Hollatz (24/FC Bayern) und Isaac Bonga (26/Partizan Belgrad). Das Vielspieler-Trio aus der Euroleague bekommt eine (kurze) Pause – und Mumbrú vertraut gegen die Nr. 72 der FIBA-Weltrangliste auch dem verbleibenden „C-Team“.
Die dritte Reihe um Christian Sengfelder (30/Ratiopharm Ulm), Louis Olinde (27/Baxi Manresa), Joshua Obiesie (25/Löwen Braunschweig) und Jack Kayil (19/Alba Berlin) machte gegen Israel einen guten Eindruck. „Die Jungs werden da schon gut spielen. Wir haben genug Qualität im Kader. Ich mache mir da keine Sorgen“, sagte Aufbauspieler Hollatz vor der Rückreise nach München. Und fügte mit einem Grinsen hinzu: „Ein bisschen Sonne tut jedem gut.“

Zypern kassierte zum Auftakt der Quali in Gruppe E in Kroatien eine 60:100-Klatsche. Trotzdem mahnt Scharfschütze David Krämer (28/Real Madrid): „Wir müssen jeden Gegner respektieren. Wir müssen schauen, dass wir die neue Truppe ins Spiel bringen.“
Doch der einzige verbliebene Euroleague-Spieler im Kader, hat keine Sorge, dass das nicht funktionieren wird – wegen Mumbrú und dessen Gold-Assistent Alan Ibrahimagic (47)! Krämer: „Alex und Alan machen einen perfekten Job. Es macht richtig Bock, bei denen zu spielen.“

