Scharfe Worte von den Kroos-Brüdern.
Die Klub-Weltmeisterschaft ist in vollem Gange: Mit Teams aus aller Welt, riesigen Stadien und lukrativen Prämien lockt die Fifa das Publikum vor die Bildschirme. Nun stehen die Viertelfinals an, unter anderem mit den Topduellen Borussia Dortmund gegen Real Madrid und Bayern gegen PSG.
Einer sieht die Entwicklung jedoch kritisch: Toni Kroos (35).
Sechsmal stemmte er die Klub-WM-Trophäe in die Höhe – fünfmal mit Real Madrid, einmal mit dem FC Bayern München, allerdings wurde die Trophäe noch in einem anderen Modus ausgespielt.
Der Weltmeister von 2014 hält wenig von der reformierten Klub-WM. In der neuesten Folge seines Podcasts „Einfach mal Luppen“ macht er das unmissverständlich klar.
„Also wir werden uns irgendwie noch mal ganz krampfhaft versuchen, irgendwie einzuschauen in die Klub-WM.“ Begeisterung schwingt eher nicht mit. Sein Bruder Felix (35), ebenfalls Ex-Profi, wird noch deutlicher: Auf die Frage von Toni Kroos, wie sein Verhältnis zur Klub-WM aktuell ist, antwortet Felix knapp: „Es ist nicht existent.“
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Er führt aus: „Also ich habe wirklich bei keinem Spiel eingeschaltet. Man kommt ja nicht drumherum, so ein paar Ausschnitte auf Socials zu sehen. Wie die da alle sich einen abkämpfen mit der Hitze und alle über den Platz meckern, dass der Ball nicht springt und keine Ahnung was. Aber man hat ja schon den Eindruck, wenn man so kurze Clips sieht, dass das vom Bild her einfach nicht passt. Dieses Turnier hat gar keine Verbindung, keine Emotionen.“
Auch Toni Kroos hält sich bei dem Thema kaum zurück: „Die Hälfte der Mannschaften kennen die doch gar nicht.“ Selbst die Spiele seines Ex-Klubs Real Madrid verfolgt er nicht. Auf die Frage eines Zuhörers, ob er wenigstens Real geschaut habe, sagt er trocken: „Nee“ – nur sein Sohn habe eingeschaltet.
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Schon im vergangenen Jahr äußerte sich der sechsmalige CL-Sieger kritisch. Die stark erweiterte Klub-WM und die immer dichtere Taktung seien „einfach unverantwortlich“. Der 34-Jährige fordert: „Man muss irgendwann mal aufwachen und ein bisschen an die Spieler und ein ganz kleines bisschen weniger ans Geld denken.“
Für sich selbst zieht er die Konsequenz: „Ich weiß, die Leute werden es nicht hören wollen, zumindest nicht die Leute des Veranstalters, aber am Ende spielst du um ’nen Appel und ’n Ei.“ Zwar sei die Klub-WM schwerer zu gewinnen, „aber nicht mehr wert“. Irgendwann habe man „echt mal die Schnauze voll. Also wirklich alle, als Spieler und als Fan“.


