Was für ein irrer Abend in Turin!
Juventus kämpft sich nach einem 2:5 im Playoff-Hinspiel der Champions League sensationell zurück – doch eine umstrittene Rote Karte gegen Lloyd Kelly und zwei späte Treffer in der Verlängerung lassen Galatasaray ins Achtelfinale einziehen.
Kurioser Platzverweis gegen Kelly
Die Szene sorgt für Gesprächsstoff: Kurz nach der Pause steigt Juve-Verteidiger Lloyd Kelly zum Kopfball hoch und landet beim Herunterkommen auf dem Knöchel von Burak Yilmaz. Eine unglückliche Aktion – doch Schiedsrichter João Pinheiro zückt Gelb-Rot. Nach VAR-Hinweis schaut er sich die Szene selbst noch einmal an – und verschärft seine Entscheidung sogar auf glatt Rot (49.).
Kelly kann es nicht glauben, schlägt auf dem Weg in die Kabine aus Frust gegen die Wand. Für Juventus beginnt die große Aufholjagd damit in Unterzahl.
Eine fragwürdige Rote Karte von Schiedsrichter João Pinheiro
Juve dreht auf – Osimhen entscheidet
Dabei hatten die Italiener von Beginn an Druck gemacht. In der 35. Minute räumt Lucas Torreira Juves Khephren Thuram-Ulien im Strafraum ab. Manuel Locatelli verwandelt den fälligen Elfmeter zum 1:0 (37.).
In der zweiten Halbzeit folgt der Wahnsinn: Trotz Unterzahl treffen Federico Gatti (70.) und Weston McKennie (82.) zum 3:0 – das 2:5 aus dem Hinspiel ist egalisiert. Galatasaray rettet sich in die Verlängerung, auch dank der Einwechslungen von Leroy Sané (59.) und Ilkay Gündogan (71.).
In der Extra-Zeit gehen Juve die Kräfte aus. Victor Osimhen trifft in der 105. Minute zur Führung für die Türken, Baris Yilmaz setzt mit dem 2:3 in der 119. Minute den Schlusspunkt. Galatasaray steht damit erstmals seit 2014 wieder im Achtelfinale der Champions League – möglicher Gegner: Liverpool oder Tottenham.
Für Juventus bleibt ein bitterer Abend – sportlich dramatisch, begleitet von einer Roten Karte, die noch lange diskutiert werden dürfte.

