Serhou Guirassy (29) ist mit seinen Toren Borussia Dortmunds Lebensversicherung. In dieser Bundesliga-Saison traf der Stürmer bereits viermal.

Tore, die den BVB ordentlich Geld kosten. SPORT BILD weiß, was im Guirassy-Vertrag steht!

► Das Grundgehalt des Stürmers liegt bei rund neun Mio. Euro pro Jahr. Damit gehört Guirassy zu den Top-Verdienern im Kader. Als er vor rund einem Jahr vom VfB Stuttgart kam, befand er sich in einer durchaus komfortablen Verhandlungsposition. Denn: Die Ablöse (18 Mio. Euro per Ausstiegsklausel), die der BVB zahlen musste, war für einen Spieler seiner Klasse verhältnismäßig gering. Und da unter anderem auch der FC Bayern interessiert war, konnte die Guirassy-Seite mit ambitionierten Vorstellungen in die Verhandlungen gehen – die auch erfüllt wurden.

► Wie jeder Spieler im BVB-Kader hat Guirassy Punktprämien in seinem Vertrag verankert. Pro Punkt kassiert der Angreifer in der Liga sowie in der Champions League 15 000 Euro, für einen Sieg also 45 000 Euro. Dafür muss er jedoch den Großteil des Spiels auf dem Platz gestanden haben, ansonsten wird der Bonus nur anteilig ausgezahlt. In der vergangenen Saison stand er bei 19 Siegen sowie sieben Remis über 90 Minuten oder fast die gesamte Spielzeit auf dem Rasen, bei drei Siegen kam er als Joker in die Partie. Ergibt an Punktprämien: knapp über eine Million Euro!

► Besondere Spieler dürfen besondere Klauseln haben – so auch Guirassy. Der Nationalspieler aus Guinea hat eine extra Tor-Prämie: Wenn er in der Saison die Marke von 20 Toren und Assists überschreitet, klingelt es auf seinem Konto zusätzlich. Dann bekommt er eine einmalige Sonderzahlung in Höhe von 250 000 Euro. Diese hat er in diesem Sommer erstmals erhalten. Allein in der Liga traf er in seiner ersten BVB-Saison 21-mal. Die 13 Treffer in der Champions League sowie die insgesamt neun Torvorlagen wären für seinen Extra-Bonus nicht nötig gewesen.

Auch in dieser Spielzeit ist er auf dem besten Weg, die Tor-Prämie wieder einzustreichen. Schon in den ersten drei Liga-Spielen traf er viermal.

► Die Königsklasse kann auch für die Spieler zur Goldgrube werden. Während ein Achtelfinal-Einzug vertraglich abgegolten ist, zahlt der BVB den Spielern ab dem Viertelfinale eine Mannschaftsprämie aus. Die beläuft sich, je nach Runde, auf zwei bis vier Mio. Euro. Der Mannschaftsrat verteilt die Prämie an die Profis. Dabei gilt: Jeder Spieler erhält einen Grundbetrag, der Rest wird nach Spielzeit in der Königsklasse ausgeschüttet.

Damit rechnet keiner!: Schlitzohr-Alarm von di María

Quelle: BILD/Primera División

Als die Borussia im März das Viertelfinale erreichte, erhielt das Team zwei Mio. Euro. Für Guirassy dürfte ein Anteil in Höhe von mindestens 100 000 Euro he­rausgesprungen sein.

Ähnlich ist es im Falle der Meisterschaft geregelt. Die Dortmunder Profis haben keine individuelle Meister-Prämie im Vertrag verankert, stattdessen wird ebenfalls eine Gesamtprämie an die Mannschaft ausgeschüttet. Hätte der BVB im Mai 2023 den Titel nicht am letzten Spieltag gegen Mainz verspielt, hätten die Bosse rund sechs Mio. Euro ausgeschüttet. Für jeden Stammspieler wären das rund 350 000 Euro gewesen.

In einer absoluten Top-Saison kann Guirassy also an der Elf-Millionen-Euro-Grenze kratzen. Dafür reichen seine Tore allein jedoch nicht aus.

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