Das war mühsam! Borussia Dortmund gewinnt gegen Heidenheim mit 3:2 – und verkürzt damit den Rückstand auf Tabellenführer FC Bayern (nach dem 2:2-Ausrutscher beim HSV) auf sechs Punkte. Ein Hauch von Bundesliga-Meisterkampf.
Viel wichtiger aber für den BVB: Das Minimal-Ziel Champions-League-Qualifikation und Platz 2 absichern. Denn vor allem die Konkurrenten Hoffenheim und Stuttgart machen mächtig Druck auf Dortmund.
Dabei tut sich der BVB gegen das Bundesliga-Schlusslicht überraschend schwer, liegt trotz der Führung von Waldemar Anton (44.) kurz nach der Pause sogar 1:2 zurück. Denn Heidenheims Julian Niehus dreht die Partie (45.+4/48.). Doch Krisen-Stürmer Serhou Guirassy rettet den Dortmund-Sieg mit einem Blitz-Doppelpack.
66. Minute: Dorsch bekommt eine Brandt-Flanke an den ausgestreckten Arm. Schiri Matthias Jöllenbeck entscheidet nach VAR-Check auf Elfer. Besondere Geste: Vor der Ausführung gibt Nico Schlotterbeck Guirassy die Kugel. BVB-Leihgabe Ramaj im Heidenheim-Kasten ist zwar noch dran, kann das 2:2 aber nicht mehr verhindern (68.).
Serhou Guirassy (29)versenkt den Elfer zum 2:1 gegen BVB-Leihgabe Diant Ramaj (24) im Heidenheim-Kasten
Nur 84 Sekunden später erhöht Guirassy dann auf 3:2 (69.). Ausgerechnet Guirassy! Zuvor hatte der Torjäger nur einen Treffer in den letzten 12 Pflichtspielen erzielt. Wahnsinn: Kurz vor Schluss gibt es wieder Elfer für den BVB. Schlotterbeck überlässt erneut Guirassy. Doch diesmal jagt er die Kugel per Lupfer kläglich über die Latte (85.).
84-Sekunden-Wahnsinn beim BVB
Dann ist Dortmund auch noch im Alu-Pech: Denn Guirassy trifft per Lupfer nur die Latte (38.). Doch der BVB hat auch Glück: Eine Bogenlampe flutscht Kobel durch die Finger. Am Ende stochert Mainka die Kugel über die Linie. Doch vorher behindert der Heidenheim-Kapitän Kobel im Fünfer. Deshalb zählt das Tor nicht (24.). Außerdem vergibt Pieringer in der zweiten Hälfte per Kopfball aus kurzer Distanz die XXL-Chance auf das 3:1 (58.).
So baut der BVB seine Mega-Serie von nun 13 ungeschlagenen Liga-Spielen in Folge aus und bleibt als einziger Bundesliga-Klub ohne Heim-Pleite. Da sind sie sogar besser als die Bayern …

