Ob dieser Sieg da wirklich hilft?

In der Nachspielzeit schlug Manchester United am Wochenende Burnley mit 3:2 – aber erst durch einen Strafstoß von Kapitän Bruno Fernandes. Der Jubel war groß, die Sorgen im Klub bleiben dennoch. Denn die Bosse fragen sich: Hält Trainer Ruben Amorim (40) durch?

Unruhe nach Cup-Pleite

Die Klubführung ist überzeugt, dass der Portugiese die Wende schafft. Doch Amorim gilt als unberechenbar. Nach der peinlichen Carabao-Cup-Niederlage vergangene Woche gegen Viertligist Grimsby brodelte es in Manchester. Damals hieß es: Wirft er während der Länderspielpause hin? Der Sieg gegen Burnley verschafft ihm erst einmal Luft.

Amorim selbst bleibt gelassen. „Ich denke nicht an einen Wendepunkt. Ich habe dieses Gespräch mit euch schon zehnmal geführt. Es geht Tag für Tag. Ich bin glücklich. Wir haben heute ein bisschen zu unserem Niveau zurückgefunden.“

Spieler murren über Taktik

Doch im Team wächst der Frust. Einige Profis hadern mit Amorims sturem Festhalten an seiner alten Sporting-Lissabon-Taktik. Diese passe nicht zu Man United. Auch seine öffentliche Kritik sorgt für Ärger. Nach dem Pokal-Aus sagte er sogar, er hasse manchmal seine Spieler.

Schon im Mai schrillten die Alarmglocken bei den Klub-Bossen. Damals hatte Amorim angedeutet, er könne Manchester ohne Abfindung verlassen, wenn es beiden Seiten helfe. Nach dem Burnley-Sieg stellte er sich aber vor Torwart Altay Bayindir, der mit einem Patzer fast den Ausgleich verschuldete. „Ja, in manchen Momenten hasse ich die Spieler. Aber wenn sie sich anstrengen, werde ich sie immer lieben. Wir müssen verstehen, dass wir immer auf diesem Niveau des Einsatzes sein sollten.“

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Quelle: BILD

Harte Zeiten für Keeper

Auch Bayindir bekam Rückendeckung: „Es ist schwer, in diesem Moment Torwart bei Manchester United zu sein. Die Spieler kämpfen mit den Umständen im Klub. Das ist normal. Nicht nur die Torhüter müssen sich verbessern“, so Amorim weiter.

Die Klubführung stärkte Amorim zuletzt mit viel Geld für Transfers – und mit der harten Entscheidung, Stars wie Marcus Rashford, Jadon Sancho, Antony, Alejandro Garnacho und Tyrell Malacia aus dem Kader zu nehmen.

Ob das reicht, den Portugiesen vom Bleiben zu überzeigen?

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