So deutlich waren die Vorzeichen vor dem deutschen Basketball-Klassiker noch nie. Und dann gibt es DIESE Sensation!

Der Titelverteidiger aus München reist als Tabellenführer der Easycredit Basketball Bundesliga nach Berlin (Platz 15) und kassiert eine 81:88-Pleite

Dabei ist die Truppe von Trainer Gordon Herbert schon 26 Punkte vorn, verliert dann aber im letzten Viertel den Faden und die Partie.

Vor dem Spiel sagt Bayerns Weltmeister Niels Giffey über die Situation bei seinem Ex-Klub: „Ich kann nicht sagen, dass ich mich darüber freue, wenn es einer Ex-Freundin schlecht geht. Das ist hart für den deutschen Basketball.“

Hart auch der Zeitplan der Münchner. Nicht mal 46 Stunden vor dem Spiel in Berlin setzte es eine 76:88-Klatsche bei Real Madrid in der Euroleague. Ankunft des Teams in der deutschen Hauptstadt: Am Vorabend des Spiels. Einchecken im Hotel war um 21.30 Uhr.

Von Müdigkeit ist vor 12.377 Fans aber erstmal nur kurz etwas zu sehen.

Alba führt früh, Gabriele Procida blockt Andreas Obst bei einem Fastbreak. Die Halle steht!

Vor BBL-Klassiker: Bayern-Weltmeister Niels Giffey vergleicht Alba mit Ex-Freundin

Beim Stand von 13:11 wechselt Albas Coach Israel Gonzalez gleich vier seiner fünf Starter aus. Folge: ein Bruch im Spiel.

Nach zehn Minuten führen die Bayern mit 27:18.

Mitten im SpielKind sorgt plötzlich für Verwirrung

Quelle: DYN

Im zweiten Viertel zieht der Meister auf bis 26 Punkte weg. Lässt Alba aber wieder rankommen. Auch, weil der eiskalte Carsen Edwards munter weiter drauf ballert (1/8 aus dem Dreier-Bereich). Zur Halbzeit steht es 48:37 für den Gast.

Dyn-Experte Heiko Schaffartzik (115 Länderspiele für Deutschland): „Es hätte viel schlimmer kommen können für Alba. Man hatte das Gefühl, Bayern hat ein bisschen Gnade walten lassen. Das könnte sich rächen…“

Teaser-Bild

Foto: BILD

Der Mann weiß, wovon er spricht!

Alba kommt im dritten Viertel durch einen Dunking von David McCormack auf zwei Punkte ran (54:56). Die Zuschauer außer Rand und Band! Und Alba bleibt dran – nach 30 Minuten liegen sie knapp hinten. 63:65.

Im Schluss-Abschnitt geht Berlin dann in Führung! Es geht hin und her, Erinnerungen an frühere Duelle werden wach. Es ist jetzt ein Wahnsinns-Spiel! Alba führt 78:72. Dann plötzlich 80:80. McDowell-White versenkt wichtige Dreier für Berlin. Es reicht für den Außenseiter. Was für eine Sensation!

► Vor dem Spiel hatte es Wirbel um Alba-Coach Israel Gonzalez gegeben. Dessen Vertrag läuft noch bis Ende der Saison, soll nicht verlängert werden. Stattdessen beschäftigt sich Alba wohl mit Sasa Filipovski (50) von Liga-Konkurrent Würzburg. Der Slowene ist vertraglich bis 2027 gebunden, scheint einem Engagement in Berlin aber nicht abgeneigt.

Der Zeitung „Main Post“ sagte er: „Gerüchte gibt es immer. Ich vergleiche das gerne mit der Ehe. Jeden Tag gehen Paare ins Rathaus und die Kirche und unterschreiben den größten Vertrag ihres Lebens. Trotzdem werden 50 bis 60 Prozent der Ehen wieder geschieden. Es ist immer alles möglich.“

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