Die Feier fiel für Martin Breunig kurz aus. Der Pokal-Held vom Syntainics MBC verpasste nach dem Sensations-Titel beim „Top Four“ sogar den historischen Rathaus-Empfang in Weißenfels. Und feierte auch seinen 33. Geburtstag rund 9000 Kilometer von zu Hause entfernt.
Denn Breunig war in der Länderspielpause bei der thailändischen Nationalmannschaft – und war der Profi der Eaycredit Basketball Bundesliga mit der weitesten Reise!
In der Qualifikationsrunde für den Asien-Cup trat das Team aus dem Heimatland seiner Mutter erst in Bangkok gegen Südkorea an. Im Anschluss ging’s in der Nähe von Melbourne gegen Top-Favorit Australien. Dabei stets in Breunigs Gepäck: die Gold-Medaille vom MBC.
Foto: BILD
Doch auch der herausragende Breunig konnte das Aus der Nummer 89 der FIBA-Weltrangliste nicht verhindern. Beim 90:91 gegen Korea war die Sensation sogar möglich – doch ein Mannschaftskollege verwarf 2,5 Sekunden vor Schluss zwei Freiwürfe. B
reunig spielte 36 (!) Minuten und schaffte mit 19 Punkten und 10 Rebounds ein Double-Double. Gegen Gruppen-Sieger Australien war dann beim 64:114 die Luft raus, obwohl der Weißenfelser erneut 10 Punkte und 7 Rebounds beisteuerte.
MBC-Trainer Janis Gailitis (39) trug sich noch ins Ehrenbuch der Stadt Chemnitz ein, reiste dann aber direkt zum lettischen Nationalteam, wo er als Co-Trainer im Einsatz ist. Die Letten hatten ihr EM-Ticket als einer der Gastgeber ohnehin sicher, zementierten ihren Platz als ungeschlagener Spitzenreiter in Gruppe C aber sogar noch durch ein überraschend deutliches 83:66 gegen Spanien!
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Procida macht Alba froh
Bei Alba Berlin fehlte Gabriele Procida (22) zuletzt wegen einer hartnäckigen Rückenverletzung. Seine letzte BBL-Partie hatte der Italiener am 18. Januar gegen Heidelberg bestritten. Jetzt die Überraschung: Beim 80:67 in der EM-Qualifikation in der Türkei spielte Procida knapp 30 Minuten (12 Punkte, 5 Rebounds) an der Seite von Alba-Kollege Matteo Spagnolo (22). Eine gute Nachricht für die von Verletzungen gebeutelten Berliner.
Trotz seines jungen Alters hat Ulms Point Guard Ben Saraf (18) einen festen Platz im israelischen Nationalteam sicher. Beim 84:78 gegen Portugal stand der NBA-Kandidat (11 Punkte, 5 Assists) sogar in der Start-Formation! Und schon vorm abschließenden Spiel gegen den Gruppen-Ersten Slowenien stand die Teilnahme an der Euro-Basket fest.
In der Halle beim Israel-Sieg: diverse NBA-Scouts. Nationaltrainer Ariel Beit-Halahmy über Saraf: „Ich hätte da vor Aufregung nicht performen können.“
„Wenn Leute mich sehen…“: Einarmige Basketballerin schreibt Geschichte
Quelle: BILD
Towers-Center hilft Südsudan zur Afrobasket
Ein ungewöhnliches Reise-Ziel hatte Kur Kuath (26) von den Veolia Towers Hamburg. Er flog für die Qualifikation für die Afrobasket nach Rabat in Marokkao. Denn der 2,08-Meter-Riese mit Vorliebe für spektakuläre Dunks stand erneut im Aufgebot seines Geburtslandes Südsudan.
„Es ist eine große Ehre, mein Land repräsentieren zu können“, sagt Kuath. „Die Freude über unserer Teilnahme hat eine große Bedeutung, welche über das Sportliche hinaus geht. Nach allem, was unser Land durchmachen musste, ist es besonders schön zu sehen, wie viel Zuversicht die Nationalmannschaft verbreiten kann.“
Zum Auftakt gab’s ein lockeres 69:37 gegen Marokko. Darauf folgte eine überraschende 72:75-Niederlage gegen Mali. Das Ticket für die Afrika-Meisterschaft war aber schon vor dem abschließenden Spiel gegen den Kongo sicher.
Oh, wie gut ist Panama
Reichlich Flug-Meilen sammelten auch die Würzburger Jhivvan Jackson (26) und Mike Lewis II (27). Jackson reiste für zwei AmeriCup-Quali-Partien über den Atlantik. Beim 94:68 gegen Paraguay steuerte der Aufbauspieler 17 Punkte bei. Das reichte für die Teilnahme – egal wie die Partie gegen den ungeschlagenen Gruppen-Ersten Brasilien mit dem Ulmer Marcio Santos (22) in der Nacht zu Montag verläuft.
Lewis war beim 92:71 der Sölder-Truppe aus Katar in Kasachstan mit 19 Punkten sogar Top-Scorer und ist sicher bei den Asien-Meisterschaften dabei.
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